Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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22. November 2006

21. Mitgliederversammlung des Trägervereins der Führungs-Akademie

Die 21. Mitgliederversammlung des Trägervereins der Führungs-Akademie war gleich unter mehreren Gesichtspunkten ein Novum. Nach dem Umzug der Führungs-Akademie von Berlin nach Köln im Juli 2003 war es die erste Mitgliederversammlung in der Domstadt am Rhein. In jeder Hinsicht neu war auch der Rahmen der Veranstaltung. Während die turnusmäßigen Mitgliederversammlungen der Führungs-Akademie in der Vergangenheit zumeist im Rahmen der DSB-Bundestage stattfanden, war sie dieses Mal eingebunden in die erste Kölner Sportrede (siehe auch Bericht dazu in dieser Ausgabe). Als Veranstaltungsort war das Deutsche Sport- und Olympiamuseum ausgewählt worden. Der Grund war natürlich nicht, dass es - anders als das Domizil der Führungs-Akademie, das Stadthaus in Köln-Deutz, - nicht auf der 'Schäl Sick' (also der 'falschen' Rheinseite) liegt, sondern am Rande der historischen Kölner Altstadt mit imposanten Blick auf den Rhein. Hintergrund des Gastspiels im Deutschen Sport- und Olympiamuseum war vielmehr der Wunsch der Führungs-Akademie, ein sichtbares Zeichen dafür zu setzen, dass die Führungs-Akademie zunehmend eingebunden ist in das vielfältige Sportnetzwerk der Stadt Köln.

 

In seinem Bericht zog der Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, Walter Schneeloch, eine insgesamt sehr positive Bilanz. Der Rückblick auf die Arbeit der Führungs-Akademie seit der letzten Mitgliederversammlung im Dezember 2004 in Bremen ließ ganz deutlich erkennen, dass die Stadt Köln als neuer Sitz der Führungs-Akademie von allen Beteiligten in hohem Maße 'angenommen' worden ist. Der Blick zurück machte vor allem aber auch deutlich, dass die Führungs-Akademie mit ihrer schon in Berlin vorbereiteten Grundsatz-entscheidung, neben dem Seminarbereich als zweite Säule, die Beratung der Verbände auf- und auszubauen absolut richtig lag. Als Beleg dafür verwies Walter Schneeloch u.a. auf die Liste der Verbände, die aktuell mit der Führungs-Akademie zusammenarbeiten. Der Direktor der Führungs-Akademie, Dr. Herbert Dierker, hob zudem hervor, dass sich die Führungs-Akademie keineswegs nur auf die großen Verbände konzentriere, sondern dass sie sich als Serviceeinrichtung des ganzen Sportsystems verstehe, die nicht nur nati-onale Spitzenverbände, wie etwa den Deutschen Fußballbund, und den Deutschen Handballbund, oder große Landessportbünde, wie den Landessportbund Nordrhein-Westfalen berate, sondern auch regionale Fachverbände, wie z.B. den Westfälischen Fußball- und Leichtathletik Verband oder den Bayrischen Luftsportverband unterstütze.

 

Als weitere wichtige Innovation konnten Walter Schneeloch und Dr. Herbert Dierker auf den bevorstehenden Start eines internetbasierten Qualifizierungsangebots verweisen. Der Online-Lehrgang, der unter dem Kürzel SOMIT (Sport Organisation Interactive Teaching & Learning) angeboten wird und auf einer vom Verbandsmanagementinstitut (VMI) der Universität Friebourg entwickelten Lehrgang basiert, eröffnet der Führungs-Akademie die Chance, neue Zielgruppen für die Weiterbildung zu interessieren.

 

Auch wenn die sich verschlechternden finanziellen Rahmenbedingungen vieler Sportverbände und -vereine in Deutschland die Qualifizierungs- und Beratungstätigkeit der Führungs-Akademie in den nächsten Jahren eher erschweren wird, konnte die Mitglieder-versammlung ein insgesamt positives und optimistisches Fazit ziehen. Die Führungs-Akademie hat - so die allgemeine Einschätzung - gute Chancen, ihre erfolgreiche Arbeit zur Verbesserung des Managements im deutschen Sport und zur Intensivierung der Weiterbildung seiner ehrenamtlichen und hauptberuflichen Führungskräfte mit Erfolg fortsetzen zu können.

 

Wahlen zum Vorstand

In Folge des Zusammenschlusses von DSB und NOK zum DOSB und den damit zusammenhängenden Veränderungen sind Prof. Dr. Jürgen Schröder als Stellvertretender Vorsitzender, Peter Kernbach und Dr. Sieglinde Radde aus dem Vorstand des Trägervereins ausgeschieden. Als Vorsitzender des alten wie des neuen Vorstandes dankte Walter Schneeloch den ausscheidenden Mitgliedern für ihr langjähriges engagiertes Eintreten im Interesse der Führungs-Akademie.

 

Bei der anschließenden Abstimmung wurden in den Vorstand gewählt:

 

  • Prof. Paul Hempfer, LSV Baden Württemberg (Stellvertretender Vorsitzender) als Vertreter aus dem Bereich der Landessportbünde
  • Franz Allert, Deutscher Tanzsportverband als Vertreter aus dem Bereich der olympischen Spitzenfachverbände
  • Claus Umbach, Dachverband Deutscher Athletenbund als Vertreter aus dem Bereich der nichtolympischen Spitzenfachverbände
  • Volker Monnerjahn, DJK Sportverband als Vertreter aus dem Bereich der Sportverbände mit besonderen Aufgaben (Weitere Informationen zum Vorstand finden Sie im Beitrag "Neuer Vorstand" in dieser Ausgabe)
  • Als Rechnungsprüfer wurde von der Mitgliederversammlung Josef Bowinkelmann (LSB NRW) bestätigt. Für den nicht mehr kandidierenden Björn Olufsen (Inline- und Rollsport-Verband Berlin), wählte die Versammlung Hanspeter Friede (Deutscher Roll- und Inline-Verband) als zweiten Rechnungsprüfer.

Mit einer anschließenden Führung durch das Deutsche Sport- und Olympiamuseum endete die erste Mitgliederversammlung der Führungs-Akademie im 'Kölner Ambiente'.