Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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08. Dezember 2005

Die Führungs-Akademie ist die Denkfabrik des deutschen Sports - Walter Schneeloch im Interview

Der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) plant in den kommenden zwei Jahren wichtige Schritte auf dem Weg in die Zukunft des Verbandes einzuleiten. Ein zentrales Thema wird dabei die Führungs- und Gremienstruktur des LSB sein. Auf Initiative von LandesSportBund-Präsident Walter Schneeloch wird die Führungs-Akademie diesen Prozess der Organisationsentwicklung und Umstrukturierung intensiv begleiten. Walter Schneeloch leitet das Lenkungsgremium, dem neben Vertretern der Fachverbände und Kreissportbünde auch der Direktor der Führungs-Akademie Dr. Herbert Dierker angehört. Im Interview gibt Walter Schneeloch Auskunft über das geplante Vorgehen.

 

Welche Fragen und Themen stehen im Mittelpunkt des Umstrukturierungsprozesses?

 

Walter Schneeloch: Wir planen den Umstrukturierungsprozess in drei Schritten. Zunächst wird es bis Ende März 2006 eine Diagnosephase geben. Dabei gilt es auch den LandesSportBund Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu anderen LSBs zu analysieren. Im Anschluss wird es eine halbjährige Konzeptionsphase geben, in der unter anderem die Zusammensetzung des Präsidiums ein wichtiges Thema sein wird. Bisher ist zum Beispiel in der Satzung nicht vorgesehen, nach Ressorts zu wählen. Hier soll es auf Beschluss der Mitgliederversammlung ein neues Konzept bis hin zur Vereinsebene geben. Zugleich sind bisher die Vereine nicht Mitglied im LSB, sondern nur die Fachverbände. Daher haben wir auch einen Beirat für Großvereine geschaffen. Es gibt die Bestrebung, dass die Vereine Mitglied im LSB werden.

 

Was wird in der dritten Phase geschehen?

 

Walter Schneeloch: Der dritte Schritt wird eine halbjährige Diskussionsphase sein. Wir wollen die Mitglieder von Anfang an in die Diskussion mit einbeziehen, um auszuloten wie weit wir gehen können und wo die Grenzen sind. 2007 soll dann in der Mitgliederversammlung über die Satzungsänderung abgestimmt werden.

 

Was versprechen Sie sich durch eine Zusammenarbeit mit der Führungs-Akademie?

 

Walter Schneeloch: Die Führungs-Akademie bezeichne ich gerne als die Denkfabrik des deutschen Sports. In der Vergangenheit gab es im LSB schon verschiedene Umstrukturierungsversuche, wobei nie etwas umgesetzt wurde. Das hat uns gezeigt, dass wir einen Moderator benötigen. Mit ihrem Know-how ist die Führungs-Akademie ein hervorragender Partner für uns.

 

Spielten bei der Entscheidung für die Führungs-Akademie auch die Erfahrungen aus der geplanten Fusion von NOK und DSB eine Rolle?

 

Walter Schneeloch: Wir wollen in jedem Fall anders vorgehen. Beim DSB und NOK war eine Diskussionsphase mit den Mitgliedern nicht vorgesehen. Erst in letzter Minute konnten wir uns erkämpfen, dass am 26. November noch einmal beraten wird, um zu retten was zu retten ist. Unser Zeitplan in Nordrhein-Westfalen über 1,5 Jahre ist schon knapp, um den Prozess hinreichend vorzubereiten und zu diskutieren. Beim DSB und NOK war diese Phase wesentlich kürzer, obwohl hier viel weitreichendere Entscheidungen anstehen.