Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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21. April 2016

Brandenburgs Großsportvereine rückten "neue Geschäftsfelder" in ihren Fokus

Ein Patentrezept für eine erfolgreiche Entwicklung von Vereinen, nein, das gäbe es leider nicht, schüttelt Veronika Rücker, Direktorin der DOSB-Führungs-Akademie, den Kopf. Doch ein reger Informationsaustausch zwischen den Vereinen sorge zumindest dafür, dass sich alle Beteiligten besser auf die künftigen Herausforderungen einstellen und ihren ganz individuellen Weg zum Erfolg finden können. Entsprechend zeigte sich Veronika Rücker bei ihrem Besuch in Potsdam mehr als zufrieden mit dem Seminarangebot der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg (ESAB). 


Diese hatte Anfang März im Rahmen ihrer alljährlichen Bildungsveranstaltung für Großsportvereine Vertreter(innen) eben jener großen Brandenburger Sportvereine zum Thema „Neue Geschäftsfelder für Großsportvereine“ nach Potsdam geladen, um über Entwicklungspotenziale zu diskutieren. „Die Großsportvereine profitieren dank der ESAB von dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Das ist hier in Brandenburg sehr vorbildlich“, lobte Rücker. Schließlich seien „die Probleme der Vereine sehr gut vergleichbar“. So berichteten die Vereinsvertreter(innen) immer wieder insbesondere über die unzureichende Sportstätten-Infrastruktur und einige teils sehr stark autarke Abteilungen innerhalb der Vereine.

Doch nicht nur der Erfahrungsaustausch untereinander soll helfen, die Vereine besser aufzustellen. Auch die Vorträge von Rücker sowie von Jörg Schnitzerling, Vorsitzender eines Großsportvereins in Göttingen, gaben „Anregungen, um sich besser auf die Herausforderungen einzustellen“, so Rücker. „Darunter sind viele Herausforderungen, die aus dem direkten Umfeld resultieren“, erklärt die Direktorin. Die demografische Entwicklung vor Ort, die Schulpolitik in der Region – auch das hat einen Einfluss auf die Mitgliederstruktur und auf „die Wünsche der Sporttreibenden“.

Die sehen die Brandenburger Großsportvereine derzeit vor allem im Bereich des Gesundheitssports angesiedelt. Das wurde nach den Vorträgen, verschiedenen Gruppenarbeiten und einem regen Erfahrungsaustauch in einer wohltuend lockeren Gesprächsatmosphäre deutlich. Wie sie diesen Wünschen indes begegnen, blieb noch offen. Wichtig sei dabei vor allem, dass „die Großsportvereine noch strategischer, noch systematischer vorgehen müssen“, so Rücker. 

Doch egal, in welche Richtung die Wege der Großsportvereine künftig auch führen werden, eines ist sicher: ESAB und die Führungs-Akademie des DOSB werden an ihrer Seite sein. „Wir als Führungs-Akademie des DOSB beraten die Vereine bei Bedarf und unterstützen auch die Erstellung individueller Entwicklungskonzepte“, bietet Veronika Rücker weitere Unterstützung an, kann bisher aber nur von wenigen Brandenburger Nachfragen berichten. Die professionelle Hilfe der ESAB dagegen nehmen die Vereine schon jetzt sehr intensiv an, was allein bereits die rege Beteiligung an den bisherigen Seminarveranstaltungen sowie der Wunsch nach einem weiteren, zusätzlichen gemeinsamen Erfahrungsaustausch mit der ESAB beweist. [Quelle: www.esab-brandenburg.de]