Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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20. Oktober 2013

Das Personal in den Sportvereinen hat viele Gesichter - Personalmanagement“ als Thema der Tagung der Großsportvereine in Bayern

Der Sport lebt von engagierten Menschen, die die Vereins- und Verbandsarbeit im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements oder einer hauptamtlichen Tätigkeit unterstützen. Insbesondere die Gewinnung und Bindung ersterer stellt viele Vereine vor eine große Herausforderung (s. Sportentwicklungsbericht) – die Beschäftigung mit den Hauptamtlichen scheint oft nachrangig und wenig systematisch.

Im Rahmen des Bayerischen Sportkongresses in der Sportschule Oberhaching befasste sich die 3. Tagung der Großsportvereine in Bayern mit dem Thema Management von haupt- und ehrenamtlichem ‚Personal‘. Eingeladen von der Bildungsakademie des Bayerischen Landes-Sportverbandes stellte Tanja Gröber, Wissenschaftliche Referentin der Führungs-Akademie des DOSB, den Vertreter(inne)n von Großsportvereinen Möglichkeiten einer systematischen Vorgehensweise im Rahmen des Personalmanagements vor: Grundlegend gehört dazu eine Personalplanung, die im ersten Schritt einen Überblick über die vorhandenen Positionen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten gibt und im zweiten Schritt die strategische Ausrichtung berücksichtigt (Frage: Wen brauche ich wann mit welcher Qualifikation an welchem Ort?). Idealerweise integriert diese Planung die Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen und gibt Hinweise zur Förderung und Entwicklung der engagierten Menschen.

Bereits einfache Excel-Tabellen können in diesem Zusammenhang dazu beitragen, die Gedanken zu strukturieren und die Personalpolitik aktiv zu gestalten. Dass hier neben hauptamtlich Beschäftigten auch die Ressource Ehrenamt in die Planung mit einbezogen werden sollte, stellte Tanja Gröber noch einmal heraus. So wird es laut der Referentin „besonders spannend, wenn dort nicht nur Geschäftsführer(innen) und angestellte Trainer(innen) auftauchen, sondern auch die ehrenamtlichen Positionen beschrieben werden.“

Die Teilnehmer(innen) diskutierten dies vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen in der Vereinsarbeit und resümierten: „Spannendes Thema und wir haben eine Idee, wie man dies anpackt!“ [TG]