Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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30. April 2009

Führungs-Akademie unterstützt die Netzwerkbildung im organisierten Sport

Derzeit wird auf zahlreichen Ebenen diskutiert, wie die Nutzung von Netzwerken dazu beitragen kann, die Anliegen des organisierten Sports effizienter und effektiver weiter zu tragen. Netzwerke mögen kein Allheilmittel bei der Zukunftsgestaltung und der Zukunftsfähigkeit des Sports sein – immer mehr setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass Netzwerke – situationsspezifisch strukturiert und zielgerichtet ausgelegt – eine sinnvolle Organisationsform bilden, um Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln. Netzwerke überschreiten strukturelle Grenzen (Funktionen, Hierarchien, Fachbereiche). Sie bieten daher die Chance neuer Perspektiven und integrierten Handelns. Insellösungen sind eben für die komplexen Anforderungen der Sportentwicklung wenig tragfähig.

 

Auch auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter vom 28.-30. April in Sindelfingen stand die „Kunst des Netzwerkens“ in mehreren von der Führungs-Akademie moderierten Themenkreisen im Mittelpunkt. Zuvor legte die Direktorin der Führungs-Akademie, Gabriele Freytag, in Ihrem Impulsreferat zum Verständnis, dem Nutzen und den Gestaltungsmöglichkeiten von Netzwerken die Grundlage für die gemeinsamen Diskussionen.

 

Netzwerke definierte Gabriele Freytag als freiwillige Zusammenschlüsse unterschiedlicher Akteure / Organisationen, die mittels gemeinsamer und aufeinander abgestimmter Aktivitäten ein gemeinschaftliches Ziel verfolgen. Netzwerke können einen unterschiedlichen Formalisierungsgrad aufweisen und unterschiedliche Formen annehmen, bspw. mit einer zentralen Koordinierungs- oder Servicestelle oder als Netzwerk ohne klares Zentrum.

 

Dass Netzwerke im kommunalen Raum mit Beteiligung des Sports erfolgreich sind, zeigten die unterschiedlichen Beispiele in den drei Themenkreisen. Ob es nun darum ging, über Vernetzung Sportveranstaltungen für eine nachhaltige Sportentwicklung in der Kommune zu nutzen oder zu breit akzeptierten Lösungen im Spannungsfeld von Sportanlagen und Bewegungsräumen, Akteuren und Angeboten beizutragen: es zeigte sich, dass es viele potenzielle Partner gibt, die den Sport in der Kommune nach vorne bringen.