Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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31. Januar 2008

Moderation für Projekt-Gruppe „Sportabzeichen“ – Zukunftsmodelle entwickeln

Das Deutsche Sportabzeichen ist der einzige Sportorden in Deutschland, dazu einer mit einem hohen Bekanntheitsgrad und einer weitreichenden Tradition. Aber auch ein solches Produkt muss hin und wieder den modernen Erfordernissen angepasst werden. Vom Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist für diesen Zweck eine 10-köpfige Projektgruppe aus den Landessportbünden und dem DOSB ins Leben gerufen worden. Mit der Moderation des Arbeitsprozesses dieser Projektgruppe wurde die Führungs-Akademie des DOSB beauftragt.

 

„Das Sportabzeichen ist auch weiterhin ein Erfolgsmodell mit einem hohen Bekanntheitsgrad, dessen Potenziale noch nicht völlig ausgeschöpft sind. Jetzt gilt es festzustellen, wie sie besser genutzt werden können“, meinte die Direktorin der Führungs-Akademie, Gabriele Freytag. Zunächst soll durch die Akademie erst einmal eine kritische Ist-Analyse erfolgen. Zu diesem Zweck wurde eine Fragenbogenaktion initiiert, die sich an alle Menschen richtet die das Sportabzeichen kennen.

 

Von Mitte Dezember 2007 bis Anfang Februar 2008 bestand für jeden Interessierten die Möglichkeit, sich online zu äußern. „Insgesamt haben wir knapp 2.500 Antworten erhalten, für eine Online-Befragung ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis“, meinte Gabriele Freytag.

Die Auswertung erfolgt über die Führungs-Akademie, die eine schon früher durchgeführte Befragung der Sportabzeichentreffs mit einbezieht. Neben den gesellschaftspolitischen Aspekten, unter denen das Sportabzeichen bewertet wird, interessieren auch die Gesichtspunkte des Marketings. „Wir wollen gemeinsam herausfinden, was für Möglichkeiten das Sportabzeichen bietet“, sagte Gabriele Freytag.

 

Für den DOSB war es wichtig, dass ein Außenstehender den wichtigen Part des Moderators übernahm. „In der Vergangenheit hat sich immer wieder herausgestellt, dass Veränderungen am Sportabzeichen nicht ohne Schwierigkeiten ablaufen“, begründete Bernd Laugsch vom DOSB, der die Geschäftsführung der Projektgruppe inne hat, die Unterstützung durch die Führungs-Akademie. „Diesen Prozess extern begleiten zu lassen, war wichtig für uns, weil wir sonst schnell in einen Interessenkonflikt zwischen unseren eigenen Vorstellungen und der Moderation hätten geraten können.“

 

Der Zeitrahmen ist engagiert gesteckt. Bis Mitte des Jahres 2008 sollen im Präsidium des DOSB erste Ergebnisse vorgestellt werden. Die Aufgabe an die Projektgruppe und die begleitende Führungs-Akademie lautet, einen Ergebnisbericht für einen Entwurf eines Grundsatzpapiers für eine Neustrukturierung beim Deutschen Sportabzeichen zu entwickeln. Bisher konnte der Zeitplan eingehalten werden.