Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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21. Dezember 2012

Evaluation des DOSB-Projekts „Sport bewegt Familien - Familien bewegen den Sport“ erfolgreich abgeschlossen

Insgesamt fast zwei Jahre lang haben Sportvereine und -verbände bei dem Projekt „Sport bewegt Familien - Familien bewegen den Sport“, das der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJF) im März 2011 gestartet haben, Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit entwickelt und umgesetzt.

Die Führungs-Akademie des DOSB hatte gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogik und Sozialarbeit aus Frankfurt den Auftrag, das Projekt zu evaluieren und zu begleiten. Dabei standen zwei Fragen im Zentrum des Interesses, auf die im Rahmen der Evaluation Antworten gefunden werden sollten. Zum einen ging es um die Frage, wie es Sportvereinen und –verbänden gelingen kann, familienfreundlicher zu werde und zum anderen um die Frage, wie der organisierte Sport zu einem familienpolitischen Akteur werden kann.

Zu beiden Fragen wurde von den beteiligten Vereinen und Verbänden intensiv gearbeitet. Mit jeweils ganz unterschiedlichen Maßnahmen und Zielgruppen gelang es den Projektpartnern – dem Deutschen Turner-Bund, dem Deutschen Schwimmverband, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, dem Landessportbund Brandenburg und dem Landessportverband Schleswig- Holstein – Familie anzusprechen und für ein Mitmachen und auch für ein Engagement zu gewinnen.

Im Rahmen des Abschlusskongresses, der am 08. November in Berlin stattfand, wurden die zentralen Ergebnisse der Evaluation vorgestellt. Zum Nachlesen ist ein Teil der Evaluationsergebnisse in der bereits beim DOSB erschienenen Projektdokumentation veröffentlicht. Ein ausführlicher Evaluationsbericht wird aktuell erstellt. Ein zentrales Ergebnis aus dem Projekt war, dass Vereine von Familien als familienfreundliche Organisationen gesehen werden. Durch ein breites Sportangebot, geringe Beiträge und eventuell spezielle Familienbeiträge werden zentrale Aspekte von Familienfreundlichkeit in den weitaus meisten Vereinen bereits abgedeckt. Allerdings und das war ein weiteres Ergebnis der Untersuchungen, kann sich ein Verein auch noch intensiver mit dem Thema beschäftigen. Das ist dann der Fall, wenn die Bedürfnisse und Interessen von Familien zum Ausgangspunkt der Überlegungen gemacht werden und eben nicht das Interesse des Vereins mehr Mitglieder oder mehr Ehrenamtliche zu gewinnen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Durchführung von Evaluationen und die Begleitung von großen Projekten ein zunehmend wichtiges Themenfeld im Rahmen der Arbeit in der Führungs-Akademie darstellt und auch einen entscheidenden Mehrwert für die Ergebnissicherung von Projekten leisten kann. [DI]