Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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11. Mai 2012

„Fokussiere dich auf das, was du kannst!“ – Prof. Dr. Eberspächer eröffnete Führungskräfteseminar in der Führungs-Akademie


„Fokussiere dich auf das, was du kannst!“ – so die Kernbotschaft, mit der Prof. Dr. Eberspächer, Pionier angewandter Sportpsychologie und mentalen Trainings, für einen schwungvollen Auftakt des Seminars „Selbst- und Zeitmanagement für Führungskräfte“ sorgte.

Thema seines Vortrags: „Selbst- und Zeitmanagement von Hochleistungssportlern und was Führungskräfte von Leistungssportlern lernen können“. In lockerer Atmosphäre, mit prägnanten Merksätzen und anschaulicher Darstellung verdeutlichte Prof. Eberspächer den Teilnehmer(inne)n die Bedeutung des „Mentalen“ bei der Entstehung und dem Umgang mit Stress. Ein Stuhl wurde schnell zum idealen Medium, um die Entstehung von Stress als Verknüpfung von der Bewertung einer Situation und der damit verbundenen Emotion zu erklären. „Stellen Sie sich vor, dieser Stuhl stünde jetzt nicht hier, sondern draußen auf dem Dach im 16. Stock. Dann“, so Eberspächer – selbst auf seinem Stuhl im Seminarraum stehend – „ist das auf einmal alles nicht mehr so einfach. „Doch da oben müssen Sie nicht mehr können als das, was ich hier gerade tue – nur stehen.“

Einwänden von Teilnehmer(inne)n, dies sei dann ja eine ganz andere Situation, begegnete Prof. Eberspächer mit dem Hinwes, dass die Ausgangslage völlig identisch sei: Stehen auf einem Stuhl. Nur die Bewertung der Situation sei eine andere, da sie mit störenden Emotionen wie Angst und Unsicherheit verbunden sei.

Entscheidend sei vor allem die eigene Bewertung: „Bewerte Situationen immer so“, so sein Credo, „dass die Emotionen dich unterstützen und besinne dich auf das, was du kannst und zwar jetzt“.

Mit seinem Beitrag gelang Prof. Eberspächer nicht nur ein sehr gelungener und informativer Einstieg in das zweitägige Führungskräfteseminar, sondern räumte ganz nebenbei auch noch mit einem gängigen Klischee auf: Weder Frauen noch Männer sind Multitasking fähig. Das ist, so Eberspächer, „völliger Quatsch. Sie können sich immer nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Es sei denn, es handelt sich um Routinehandlungen, da kann man mehrere Dinge parallel durchführen – da müssen Sie ja aber auch nicht denken, oder?“

In Ihrer Zusammenfassung wies die Referentin der Führungs-Akademie, Tanja Gröber, auf die hohe Anziehungskraft des Themas hin. „Schon lange vor dem eigentlichen Seminartermin sei die maximale Teilnehmerzahl erreicht gewesen. Deutlich werde dadurch auch, dass es für Führungskräfte und Mitarbeiter(innen) in den Sportorganisationen ein großes Bedürfnis und zugleich unabdingbar sei, sich mit der eigenen Kompetenz auseinanderzusetzen. Nur so sei langfristig erfolgreiche Arbeit und individuelle Entwicklung möglich. Um dies auch für diejenigen realisieren zu können, die nicht mehr teilnehmen konnten, weil das Seminar bereits ausgebucht war, kündigte sie an, sich kurzfristig um einen Zusatztermin zu kümmern (aktuelle Infos dazu unter www.fuehrungs-akademie.de/weiterbildung/).
Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Führungs-Akademie das Thema auch als verbands-spezifisches Inhouse-Seminar anbietet (Kontakt über groeber(at)fuehrungs-akademie.de). [MH]