Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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02. März 2006

Veränderter Medienmarkt und neue Technologien – Chancen oder Risiken für den Sport?

Bei über 50 Prozent aller Sportarten tragen Veranstalter Kosten von TV-Produktionen, wie eine Untersuchung des ISS (Institut am RheinAhrCampus Remagen) ergab. Gleichzeitig verändern Sportverbände in immer kürzeren Zyklen ihre Regeln und Abläufe, um die Chancen für eine gute TV-Präsenz zu erhöhen.

 

Dabei müssen zunehmend die Wünsche von Sponsoren und der TV-Sender aufgegriffen werden, da in vielen Sportarten Programmplätze nur dann gewonnen werden können, wenn Unternehmen frühzeitig die nötigen Ausgaben decken. Längst ist die Integration von Sponsoren durch eine Vielzahl von Flächen und Formen möglich. "Vernetzung" ist dann das Ziel der Marketingfachleute.

 

Dieses Zusammenspiel von klassischem Banden- oder Trikotbranding und on-Air-Maßnahmen, wie Trailer und Presenter, müssen Sportveranstalter in einem langfristigen Prozess umsetzen. Die TV-Produktions- und Distributionsplanung stellt sich oft als problematisch dar. In diesem Zusammenhang stellen sich für alle Sportorganisationen die gleichen Fragen: Welche Techniken und welche damit verbundenen Kosten sind Pflicht, welche die Kür und welche unnötig? Welche Zugänge zu den weltweiten TV-Märkten gibt es? Welche Integrationsformen bieten sich für Unternehmen?

 

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Seminars der Führungs-Akademie Köln: TV-Strategien für Sportarten aus der 2. Reihe. Dabei wird der Marketingleiter der setONE, Köln und langjährige VIVA Fachmann Rainer Diederichs über den Status Quo und über innovativste Formen der Einbindung von Unternehmen in Sportproduktionen sprechen. Er wird durch Beispiele veranschaulichen, wie Sportveranstaltungen durch veränderte Produktionen und gezielte Distributionen TV-Präsenz nicht nur sichern, sondern auch steigern können. Der zweite Referent Jochen Färber ist zugleich Redakteur von EUROSPORT Paris und Medienreferent des internationalen Fechtverbands. Neben der Ermittlung von Kosten und Nutzen unterschiedlicher Produktionen steht bei ihm die Perspektive der Medienverantwortlichen im Fokus.

 

Das Seminar baut auf eine Kennzeichnung aktueller und zukünftiger TV-Marktbedingungen und eines strategischen TV-Marketingkonzepts. Diese stellt der Geschäftsführer des ISS, Institut für Sportmanagement und Sportmedizin Remagen, Dirk Mazurkiewicz vor. Neben den Ergebnissen seiner Dissertation greift der frühere Marketingmitarbeiter der WIGE-MEDIA AG Kombinationen unterschiedlicher Maßnahmen zur Steigerung des TV-Erfolgs auf.

 

Mehr Informationen zum Seminar gibt es hier ...