Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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13. April 2011

Führung und ehrenamtliche Zusammenarbeit – die besondere Herausforderung in Vereinen und Verbänden - Neues Workshopangebot der Führungs-Akademie für Präsidien und ehrenamtliche Gremien

Ihr neugewähltes Präsidium nimmt seine Arbeit auf und zieht sich zu einer Klausur zurück, in der die Mitglieder die Ausgangssituation des Vereins/Verbandes beleuchten und Ziele für die kommenden Jahre vereinbaren. Ein wesentlicher Schritt zielorientierter und strategischer Arbeit, den immer mehr Organisationen mehr oder weniger explizit und nachhaltig beschreiten. Die, die diesen Start wählen und im weiteren Verlauf immer wieder kritisch ihre Pläne und Aktivitäten anhand der Klausurentscheidungen beleuchten und ggf. anpassen, berichten nicht selten über einen guten Erfolg, mehr Effektivität und Zufriedenheit. Soweit die eine Seite, die eng mit dem Thema „Management“ verknüpft ist.


Eine zweite, die bislang wenig im Fokus steht, ist die der „Führung und ehrenamtlichen Zusammenarbeit“ in diesen Gremien und Präsidien. Dort treffen Personen bzw. Persönlichkeiten  unterschiedlichster Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander, die sich aus den verschiedensten Motiven heraus ehrenamtlich für den Verein und Verband engagieren und Verantwortung übernehmen. Und nicht wenige zwischenmenschliche „Vorgeschichten“ sind beim Start gleich mit dabei. Besonders prekär wirkt sich dies auf das Führungsverhalten und die Anerkennung dieser Rolle, die dem ersten/der ersten Vorsitzenden zugeschrieben wird,  aus: Sozusagen als „Gleiche/r unter Gleichen“ gilt es für diese Person, alle im Boot zu halten, den Kurs (weiter) zu verfolgen und den Verein/Verband erfolgreich zu führen. Keine einfache Aufgabe, auch wenn diese Menschen teilweise gute Führungserfahrung aus anderen (Wirtschafts)Bereichen mitbringen.

Oft wirken sich diese vermeintlich „weichen“ Faktoren wenig positiv auf die gemeinsame Arbeit aus, führen zu Reibungsverlusten, Demotivation und einem angeschlagenen „Bild“ des Führungsgremiums in der Außenwahrnehmung.

Eine gute Möglichkeit „Führung und ehrenamtliche Zusammenarbeit“ auch präventiv zu berücksichtigen, ist die offene Klärung von Erwartungen an die Mitgliedschaft im Präsidium, eigenen Stärken und Einbringungsmöglichkeiten sowie die Vereinbarung von Spielregeln und deren „Sanktionen“. Erfahrungsgemäß lässt sich dies gut in einer Startsituation bzw. Klausurtagung thematisieren; explizite Workshops dazu im Verlaufe der gemeinsamen Arbeitsphase sind auch nicht selten.  

Die Führungs-Akademie des DOSB unterstützt Verbände im organisierten Sport bereits seit Jahren bei diesem Thema und moderiert beispielsweise Workshops in den Gremien/Präsidien, die zur Klärung dieser „zweiten Seite“ beitragen. Neu ist, dass das Thema „Zusammenarbeit im Präsidium – mit Kompetenz, Integrität und persönlicher Stärke“ auch im offenen Seminarprogram in Köln angeboten wird. Unter der Leitung des erfahrenen Trainers und Beraters Joachim Tettenborn können Präsidiums- und Vorstandsmitglieder die Arbeit mit und an diesem Schwerpunkt kennenlernen und haben Gelegenheit, ihren eigenen Führungsstil zu reflektieren und Handlungsalternativen zu erarbeiten.  Dazu bietet dieses offene Seminar reichlich Gelegenheit zum Austausch der Teilnehmer/innen untereinander.

Weitere Infos zum Seminar am 16.-17.6.2011 erhalten Sie hier.

Sofern Sie dieses Thema gerne in Ihrem Präsidium/Vorstand vor Ort bearbeiten möchten, wenden Sie sich bitte an die Direktorin der Führungs-Akademie des DOSB, Gabriele Freytag.