Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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27. Februar 2006

Gelungenes Seminar für Führungskräfte - "Swiss Volley"-Chef Roger Schnegg im Interview

Roger Schnegg leitet als hauptamtlicher Geschäftsführer die Geschicke des Schweizer Volleyballverbandes "Swiss Volley" seit drei Jahren. Der 37-jährige gelernte Betriebsökonom führt seinen Verband aus 600 Vereinen, den es seit 1958 gibt, teamorientiert. Als wichtigste Erkenntnisse aus der dreitägigen Auftaktveranstaltung im Januar nahm Schnegg Anregungen für den Fusionsprozess von Regionalverbänden in der Schweiz mit und Erkenntnisse über "Virtuelle Vereine".

 

 

Herr Schnegg, sie haben als Geschäftsführer eines ausländischen Verbandes bei dem Seminar der Führungs-Akademie teilgenommen, was genau waren ihre Gründe?

 

"In der Schweiz gibt es kein vergleichbares Fortbildungsangebot für Führungskräfte von Spitzenverbänden. Für uns in der Schweiz hat Deutschland immer eine Art Vorbildfunktion. Eine Kollege des Deutschen Volleyballverbandes erzählte mir von der Seminarreihe und ich war fasziniert. Neben dem fachlichen Austausch erhoffte ich mir auch einen Austausch von Erfahrungen unter den Teilnehmern und ich wurde nicht enttäuscht."

 

 

Sie leiten den Schweizer Volleyballverband "Swiss Volley". Wie haben Sie von dem Seminar im Januar profitieren können?

 

"Für mich war es einmal sehr spannend zu sehen wie ähnlich in vielen Bereichen die Probleme und Herausforderungen für Verbände in Deutschland und in der Schweiz sind, z.B. die Frage der optimalen Talentsuche. Ich habe viele Ideen und Anregungen mitgenommen zum Beispiel für Virtuelle Vereine. Ich habe mit großem Interesse die Ausführungen zum Fusionsprozess von DSB und NOK verfolgt, da wir im "Swiss Volley" unsere Zahl von Regionalverbänden verkleinern wollen und dafür einige Verbände fusionieren müssen. Auch die Polysportivität in den deutschen Vereinen fand ich sehr interessant, insbesondere hinsichtlich der Bindung von Kindern an die Vereine. Die Vereine in der Schweiz haben so etwas vergleichbares nicht."

 

 

Herr Schnegg, können Sie die Führungs-Akademie empfehlen?

 

"Uneingeschränkt ja. Ich war beeindruckt von der kompetenten Leitung des Seminars und der Art und Weise wie es aufgebaut war. Es gab ausreichend Zeit und Möglichkeiten für des Austausch unter den Teilnehmern. Die Referenten haben den thematischen Rahmen gesteckt in dem dann die Diskussion unter den Teilnehmern stattfand."

 

Was war das Wichtigste, was sie aus dem Seminar mitgenommen haben?

 

"Für mich als Geschäftsführer eines Schweizer Verbandes war es wichtig zu sehen, dass wir gar nicht so schlecht aufgestellt sind im "Swiss Volley". Ich habe gemerkt das die Strukturen in anderen Verbänden durchaus schwieriger sind als bei uns. Vor allem im administrativen Bereich sehe ich uns im Vergleich zu manch deutschem Verband gut positioniert. Auch habe ich registriert, dass die Verbände in Deutschland stärker von der Politik abhängig sind als wir in der Schweiz. Da sind wir flexibler."