Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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21. Dezember 2006

Managementreihe für Sportschulleiter des DFB

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) führt in Kooperation mit der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eine dreijährige Weiterbildungsreihe für die Leiter und Leiterinnen von Sportschulen durch. Schwerpunkte sind dabei Managementthemen wie Marketing, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Sportstättenmanagement. Der DFB möchte mit dieser Reihe im Rahmen seiner Qualifizierungsoffensive die Zukunftsfähigkeit seiner Sportschulen stärken und sie zu gemeinsamer und systematischer Bearbeitung von zentralen Themen motivieren.

 

Als Partner für die Seminarreihe wählte der DFB die Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Gabi Freytag, stellvertretende Direktorin der Akademie und Tanja Gröber, wissenschaftliche Referentin, wurden mit der Konzeption und Durchführung der Weiterbildungsreihe betraut. Die Leitung beim DFB liegt bei Wolfgang Möbius, Abteilungsleiter Qualifizierung, Sozial- und Gesellschaftspolitik. Den Start der Qualifizierung, welche von bis zu 20 Sportschulleitern besucht werden wird, bildete das Thema "Management von Sportschulen im Wandel", das sich mit den Veränderungen im deutschen Sportsystem und im Tourismus in den kommenden Jahren und Jahrzehnten beschäftigte.

 

Zentrale Themen der Sportentwicklung und Herausforderungen für Sportschulen und Vereine

 

In einem ersten Schritt zeigten Gabi Freytag und Tanja Gröber den Teilnehmern die zentralen Themen der Sportentwicklung auf. "Deutschland wird sich in den nächsten Jahrzehnten in vielen Bereichen grundlegend verändern die auch die Sportschulen betreffen", so die stellvertretende Direktorin. "Beispielsweise wird die Einwohnerzahl in Deutschland zurück gehen, das bedeutet unter anderem auch, dass wir Deutsche im statistischen Mittel älter werden. Diese Entwicklung hat auch eine Bedeutung für die Sportschulen, schließlich wird der Wettbewerb bei den jüngeren Zielgruppen dadurch härter. Gleichzeitig laufen die Sportschulen Gefahr die wachsende Zielgruppe der Ältern nicht mit einem entsprechend zugeschnittenen Angebot zu versorgen". Auch die regional unterschiedlichen Entwicklungen in der Bevölkerung sind für die Sportschulen relevant. Bei den Inhalten griffen die Mitarbeiterinnen der Führungs-Akademie auf bereits vorliegende Studien und wissenschaftliche Arbeiten zurück: "Deutschland wird weniger, regional unterschiedlicher, älter, internationaler, weiblicher, dicker und gesellschaftlich differenzierter", so das Fazit. Den touristischen Blickwinkel, der ebenfalls vielfältige Perspektiven für die Sportschule in der Zukunft bietet, eröffnete Hagen Melzer von der Lorenz Tourismusberatung in Berlin.

 

Aus diesen Veränderungen und Trends ergeben sich eine ganze Vielzahl von Herausforderungen für die Leiter der Sportschulen. Neben der größeren Konkurrenz beim sportlichen Nachwuchs sind die Finanzierung der Schulen und die Zusammenarbeit mit Partnern/Kooperationen nur drei der vielfältigen Themen. Auch zeigte sich deutlich, dass ein systematisches Herangehen an diese Themen und eine Gesamtkonzeption für die einzelnen Sportschulen notwendig sind. Die inhaltlichen Schwerpunkte der kommenden Veranstaltungen sind Marketingwissen und spezielle Marketingthemen, Betriebswirtschaft und Unternehmensführung, Personalmanagement und Führung, sowie Sportstättenmanagement und Qualitätsmanagement.