Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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18. Juni 2009

Netzwerke im Sport

Rückblick auf die Tagung des DOSB „Sport der Älteren“ in Hannover und Ausblick auf das Seminar „Erfolgsstrategien für Netzwerkpartner, Netzwerkkompetenz und Netzwerkmanagement“ an der Führungs-Akademie

 

Das Thema Netzwerk steht hoch im Kurs und gilt in vielen Bereichen als ein Erfolg versprechendes Instrument, um neue Ressourcen zu erschließen, neue Themengebiete abzudecken und neue Zielgruppen zu erreichen. Die Forderungen nach Kooperationen und Zusammenschluss, nach „Netzwerken“ lassen sich manchmal allerdings leichter formulieren als sie tatsächlich umzusetzen sind. Denn für eine erfolgreiche Kooperation in einem funktionierenden Netzwerk braucht es einige Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen einmal in den Blick zu nehmen und gemeinsam Möglichkeiten der Vernetzung zu diskutieren, war das Ziel einer Tagung des Deutschen Olympischen Sportbundes zum Thema „Sport der Älteren“. Von Ute Blessing-Kapelke vom DOSB hervorragend organisiert, wurden während der Tagung Strategien der Vernetzung und des Netzwerkmanagements besprochen und in verschiedenen Arbeitsgruppen behandelt.

 

Nach einem einführenden Vortrag durch Dr. Daniel Illmer von der Führungs-Akademie zum Thema „Netzwerkmanagement im Sport der Älteren“ wurden in drei Arbeitsgruppen die Themen „Steuerung von Netzwerken“, „Erfolgsfaktoren und Stolpersteine von Netzwerken“ und „Ziele und Strategien verschiedener Gruppen im Netzwerk“ intensiv diskutiert. Dabei zeigte sich die hohe Bedeutung einer klaren Strategie und einer Zielorientierung für das Netzwerkmanagement. Denn erstens ist es gerade bei auf Freiwilligkeit basierenden Organisationen – wie dem Sport – nicht möglich, in jedem Netzwerk immer präsent zu sein. Es gilt also, auszuwählen und zu prüfen, welche Netzwerke zielführend sind. Und zweitens gilt es, Netzwerke so zu gestalten und in Netzwerken so zu agieren, dass eine Situation geschaffen wird, von der alle am Netzwerk Beteiligten profitieren. Kurz: es gilt, Win-Win-Situationen in Netzwerken und Kooperationen bewusst anzustreben. Das wiederum heißt, dass sich die Verbände im Sport nicht nur der eigenen Ziele und der eigenen Ansprüche bewusst sein müssen, sondern immer auch die Partner mit ihren jeweils eigenen Ansprüchen und Zielvorstellungen im Blick haben müssen.

 

Um das große Feld des Themas „Netzwerkmanagement“ noch stärker in den Blick zu nehmen und weitere Impulse und Ideen für den Sport zu entwickeln, findet vom 1. bis 2. Oktober ein Seminar zu ebendiesem Thema an der Führungs-Akademie des DOSB in Köln statt. Auf der Grundlage eines umfassenden Überblicks zu Fragen des Netzwerkaufbaus, der Steuerung und der Analyse von Netzwerken, sollen die Kompetenzen für die Arbeit in Netzwerken ausgebaut werden. Als hervorragende Beispiele für gelingende Netzwerkarbeit können dabei die Maßnahmen aus dem Bereich „Sport der Älteren“ des DOSB gelten. (DI)

 

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