Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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18. Juni 2009

Lust auf Europa – Europa hautnah’09 zeigt aktuelle Möglichkeiten des Sports Projekte mit europäischen Partnern zu initiieren und zu finanzieren

Die Stellung des Sports in den europäischen Institutionen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, so lautet ein wichtiges Fazit des „Europa hautnah“ Seminars an der Führungs-Akademie.

 

Der Sport ist aber `an sich’ nach wie vor nicht förderfähig. Er kann finanziell nur unterstützt werden, wenn über die sportliche Aktivität hinaus eine Verbindung zu Themenbereichen wie Gesundheit, Integration oder Bildung aufgezeigt wird. Dennoch wird die Bedeutung des Sports als wichtiger Aspekt europäischer Integration in den Institutionen der Europäischen Union zunehmend anerkannt. Sport hat sich, so Folker Hellmund, Leiter des EOC-EU Büros in Brüssel, von seinem Schattendasein am Rande der europäischen Institutionen wegbewegt und wird nun in all seinen Facetten wahrgenommen. Untermauert wird diese Einschätzung dadurch, dass sich 17 verschiedene Generaldirektionen der EU-Kommission an der Erstellung des Weißbuchs Sport beteiligt haben.

 

Förderanträge sind nach wie vor häufig aufwendig und der Weg von der Projektidee bis zur Genehmigung des Förderantrages ist oftmals langwierig und inhaltlich wie organisatorisch in der Abstimmung der beteiligten Partner schwierig. Lohnenswert – auch das zeigte das Seminar sehr deutlich – sind Förderanträge allemal, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Nutzen internationaler Projekte für die eigene Organisation weit über den finanziellen Zugewinn hinausreicht. Voraussetzung ist allerdings, dass nicht nur die formalen Kriterien und Rahmenbedingungen der zur Verfügung stehenden Fördertöpfe genau erfüllt werden, sondern dass sowohl das inhaltliche Konzept wie das Projektmanagement sorgfältig geplant und zwischen den Projektpartnern abgestimmt ist.

 

Dass dies nicht nur Theorie ist, sondern dass der Sport auf diese Weise sehr erfolgreiche Projekte für den Sport selbst wie für andere gesellschaftliche Bereiche (Verbesserung der Infrastruktur, soziale Integration, Kulturaustausch, regionale Wirtschaftsförderung u.v.m), umsetzen kann zeigten die im Seminar vorgestellten Beispiele. Guido Cools, Referent für internationale Jugendarbeit der Brandenburgische Sportjugend, erläuterte die Programme „Jugend in Aktion“ und „Lebenslanges Lernen“ und Dr. Angela Daalmann, Teamleiterin Grundsatzfragen, stellte am Beispiel des LSB Niedersachsen die für die Anwesenden überraschend vielfältigen Fördermöglichkeiten im Rahmen der EU-Strukturfonds vor.

 

Neben grundlegenden Informationen zu unterschiedlichen Fördertöpfen und deren wichtigsten Vergabekriterien erhielten die Teilnehmer/innen auf diese Weise zahlreiche Tipps für den Weg von der ersten Idee über die Gewinnung von Partnern, der Erstellung einer tragfähigen Konzeption und eines erfolgversprechenden Projektantrages bis hin zur professionellen Durchführung eines genehmigten und geförderten Projektes. (TN)

 

Weitere Informationen zur Arbeit des EOC EU-Büros finden Sie auf der Website des Büros: www.euoffice.eurolympic.org.

 

Anfragen zu weiteren Seminaren zum Thema „Europa hautnah“ richten Sie bitte an niewerth@fuehrungs-akademie.de.