Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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10. Dezember 2007

Offene Europameisterschaften der behinderten Sportschützen 2007

Anlässlich der Offenen Europameisterschaft der behinderten Sportschützen 2007 lud der Deutsche Behindertensportverband (DBS) zum Galaabend in das Ringberg Hotel nach Suhl ein. Der Einladung folgten zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Gesellschaft, so u.a. Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Lorenz Caffier, Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Oda Scheibelhuber, Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Sport des Landes Hessen, und Dr. Herbert Dierker, Direktor der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes.

 

Der Abend, der von der Sepp-Herberger-Stifung des DFB und von der ROSCO-Gruppe unterstützt wurde, stand unter dem Motto „Sport mit Handicap – Durch Einschränkungen entstehen andere Möglichkeiten“. Durch den Abend führten Jana Thiel vom ZDF und Uwe Knapp, Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft der behinderten Sportschützen. Nach den Begrüßungsworten von Karl-Hermann Haack, dem Präsidenten des DBS, und dem Impulsreferat von Klaus Balster zum Thema „Einschränkungen sind keine Beschränkungen“ folgten zwei Gesprächsrunden mit prominenten Podiumsteilnehmerinnen und <nobr>-teilnehmern</nobr>. In der ersten Runde diskutierten Dr. Theo Zwanziger, Karl-Hermann Haack, Oda Scheibelhuber, Wolfgang Kanig, Geschäftsführer des Veranstaltungshotels, und die Reittrainerin Gundula Lüdtke zum Thema „Rahmenbedingungen zur Unterstützung des Behindertensports aus Sicht der Wirtschaft und ihrer Verbände“. In der zweiten Gesprächsrunde diskutierten behinderte und nichtbehinderte Sportlerinnen und Sportler ausgehend von ihren persönlichen Erfahrungen über das Thema „Erfahrungen und Möglichkeiten des Behindertensports aus Sicht der Sportler“.

 

Teilnehmer/innen dieser Runde waren der Schwimmer Christoph Burkhard, die Fußballweltmeisterin von 2003 Nia Künzer, die Reiterin Bianca Vogel und die Sportschützin Manuela Schmermund. Anschließend wurde ein neues Mentoring-Programm der Stiftung Deutsche Sporthilfe vorgestellt, das Patenschaften zwischen behinderten und nichtbehinderten Sportlerinnen und Sportlern vorsieht. Das Projekt wurde im Rahmen von „emadeus – Der Club der Stiftung Deutsche Sporthilfe“ ins Leben gerufen und soll zukünftig weiter ausgebaut werden. Die erste Patenschaft in diesem Programm übernahm die ehemalige EM-, WM- und Olympiasiegerin im Schwimmen, Katrin Meissner, die die behinderte Schwimmerin Christiane Reppe unterstützen wird.

 

Der Abend fand seinen würdigen Abschluss in einem Showschießen an einem digitalen Schießstand.

Die Gala hat mit ihren anregenden und interessanten Diskussionen nicht nur ein Zeichen für den Behindertensport gesetzt, sondern auch dazu beigetragen, ihn positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Juliane Schulz