Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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05. Februar 2009

Lernforum Großgruppenarbeit: Von Blogs, Tweeds und Web 2.0

Methoden und Formen der Großgruppenarbeit haben auch im Sport Verbreitung gefunden. Open Space, Zukunftswerkstatt oder World Café sind solche mittlerweile gut eingeführten Möglichkeiten. Daneben gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten, Prozesse in großen Gruppen (von 30 – 3.000 und mehr Menschen) zu organisieren und zu gestalten. Solche eher weniger bekannten Methoden sind zum Beispiel „Appreciative Inquiry“ oder „Real Time Strategic Change“. Wie die Namensgebung deutlich macht, wurden viele dieser Modelle in englischsprachigen Ländern entwickelt. Sie werden aber von einer wachsenden Zahl an Berater/inne/n auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit großem Erfolg eingesetzt.

 

Und nun entwickelt sich bereits seit einiger Zeit unter der Überschrift Web 2.0 ein Thema, das auch für die Arbeit mit großen Gruppen an Bedeutung gewinnt. Dahinter steht die Frage, ob das Internet und seine zunehmende Bedeutung als interaktives Medium nicht auch geeignet ist, einen komplexen, ergebnisorientierten Austausch zu gewährleisten, auch wenn dieser nicht in der realen Begegnung, sondern virtuell stattfindet?

 

Diese und viele andere Fragen wurden im Rahmen des Lernforums Großgruppenarbeit, das alljährlich zu Beginn des Jahres in Oberursel stattfindet, umfassend diskutiert. Mit Gabriele Freytag und Dr. Daniel Illmer waren in diesem Jahr auch zwei Vertreter/innen der Führungs-Akademie dabei und stellten sich dem Selbstversuch, zu bloggen, zu twittern (eine Mischung aus sms und E-Mail als Service für die Arbeit in Netzwerken, siehe „www.twitter.com“) und damit virtuell zu kommunizieren sowie gleichzeitig neue Entwicklungen und Erfahrungen aus der Arbeit mit großen Gruppen real und vor Ort zu diskutieren und kennen zu lernen.

Dabei stellte sich sehr schnell die Erkenntnis ein, dass Methoden der Großgruppenarbeit und die Nutzung des Internets als interaktives Medium im Sport zwar zum Teil bekannt sein mögen, aber dass es noch viel Potenzial gibt, solche Methoden erfolgversprechend für Veränderungsprozesse einzusetzen. Hier setzen wir auch unmittelbar an: unter „http://change-im-sport.blogspot.com“ haben wir einen öffentlichen Blog eingerichtet, über den wir mit Ihnen über Veränderungsprozesse im organisierten Sport diskutieren wollen. Sie sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen! (GF/ DI)