Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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17. Februar 2014

Personal-Verständnis im Wandel - Top-Beteiligung am Seminar „Verbände und Vereine als Arbeitgeber“


Die folgenschwere Unterscheidung zwischen Arbeitnehmer(innen) und freien Mitarbeiter(innen) sowie die Gewinnung und Bildung von Ehrenamtlichen beherrscht schon seit langem das Thema Personalarbeit in den Vereinen und Verbänden. Seit kurzer Zeit wird hier aber ein Wandel bzw. eine ‚Weitung‘ des Blickfelds auf die hauptamtlichen Mitarbeiter(innen) deutlich.

Spitzenverbände erleben, wie schwer es ist, qualifizierte Trainerpositionen ‚richtig‘ zu besetzen. Landessportbünde finden kaum qualifizierte Mitarbeiter(innen) in Tätigkeitsbereichen, die über das rein Sportliche hinausgehen (Architekt(inn)en z.B. für Infrastruktur-/Bauberatung, Umweltexpert(inn)en oder auch IT-ler(innen) und auch Großsportvereine ähneln mit der Anzahl und den Anforderungen an ihre Belegschaft zumindest teilweise mittelständischen Unternehmen.

Viele Verbände und Vereine haben inzwischen auch reagiert: Mit neu eingerichteten Traineestellen und forcierter Weiterbildung in den eigenen Reihen versuchen die Vereine und Verbände, auf die gewachsenen fachlichen Anforderungen an Führungskräfte zu reagieren – ein Trend, der sich auch in steigenden Teilnehmerzahlen von Seminaren, die die Personalentwicklung in den Mittelpunkt stellen, deutlich spürbar ist.

Wie kann in den Sportorganisationen ein zielorientierter und systematischer Umgang mit dieser „Ressource“ gefunden werden?

Hier trifft die Diskussion in den Vereinen und Verbänden den Trend der Personalarbeit, der sich in vielen Unternehmen und öffentlichen Organisationen abzeichnet: Klar gehören administrative Tätigkeiten, wie die Lohnbuchhaltung, Vertragsgestaltung oder Austrittsabwicklung nach wie vor zu den klassischen Personal-Aufgaben. Die Personalverwaltung wandelt sich allerdings verstärkt zum Personalmanagement, d.h. Personal wird heute als integraler Bestandteil der Vereins- und Verbandsstrategie verstanden, die sich durch vorausschauendes unternehmerisches Denken und Handeln auszeichnet.

Das hat weitreichende Konsequenzen, die über die Notwendigkeit von Personalplanung (u.a. mittels Stellenbeschreibung und Nachfolgeplanung), die Gewinnung und Auswahl von Personal bis hin zur Personalentwicklung und -bindung reichen.

Vor allen Dingen aber erfordert dies einen Wandel im Personal-Verständnis: Nicht Ehrenamt und Hauptamt und am liebsten gegeneinander, sondern es gilt vielmehr, beide Ressourcen mit ihren Besonderheiten – ausgerichtet auf die Ziele des Vereins bzw. des Verbandes - in den Blick zu nehmen. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des Themas Chancengleichheit ist dies eine herausfordernde Aufgabe, die in den nächsten Jahren eher noch intensiver als zurzeit schon die Diskussionen in den Führungsgremien der Verbände und Vereine bestimmen wird.

Gerade deshalb hat die Führungs-Akademie schon frühzeitig Personal-Themen aufgegriffen – und zwar nicht nur im Bereich der Weiterbildung - etwa in den Seminaren des Lernbereichs Führungs- und Persönliche Kompetenz -, sondern auch im Rahmen der Verbandsberatung.

Fragen und Informationen zu diesem Bereich beantwortet Ihnen gerne unsere Wissenschaftliche Referentin, Tanja Gröber (groeber@fuehrungs-akademie.de).