Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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05. Januar 2007

"Zielgerichtet und systematisch im Sattel" - Projektmanagement in der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung - oder auch Fédération Equestre Nationale (FN) – unterstützt ihre Führungskräfte und Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle in Warendorf beim zielgerichteteren und systematischeren Arbeiten – sei es in Projekten oder aber bei den ganz alltäglichen Herausforderungen. Als Partner für diese Qualifizierungsoffensive wählte die Deutsche Reiterliche Vereinigung die Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), mit der sie bereits viele Jahre erfolgreich zusammenarbeitet. Mittels speziell konzipierter Workshops, die abteilungs- und hierarchieübergreifend besucht werden, sollen alle Führungskräfte und mehr als die Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle beim Projektmanagement eine einheitliche Sprache sprechen.

 

"Die Herausforderung, vor der wir bei dieser Qualifizierung stehen, besteht unter anderem darin, dass viele Führungskräfte und Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle in Warendorf schon projektbezogen arbeiten und daher unterschiedliche Kenntnisstände und Erfahrungshintergründe haben", erklärt Tanja Gröber, wissenschaftliche Referentin der Führungs-Akademie. Damit besaßen viele der Teilnehmer/innen Projekterfahrung und zwar einfach durch "Mitmachen". Um die Arbeit an Projekten aber zielgerichteter, effizienter und transparenter zu gestalten und die Verständigung auch projekt- und abteilungsübergreifend zu sichern, sind gemeinsame (Methoden)Kenntnisse und eine einheitliche Sprache in Sachen Projekte zwingend notwendig. "Außerdem haben wir die vermittelten und ausprobierten Instrumente danach ausgewählt, dass sie auch bei alltäglichen Aufgaben, wie z.B. der Auflage eines Buches oder der Organisation einer Veranstaltung, einfach und unterstützend angewendet werden können", so die Trainerin Tanja Gröber.

 

Somit geht es bei der Qualifizierungsoffensive der Reiterlichen Vereinigung auch um die Weiterqualifizierung von Führungskräften und Mitarbeiter/innen, sowie darum, neue und laufende Projekte "zu befruchten".

 

Vor der Qualifizierung stand zunächst eine gründliche Analyse

 

Mit leitfadengestützten Interviews verschaffte sich Tanja Gröber von der Führungs-Akademie zunächst einen Überblick: "Die Interviews dienten vor allem der Informationsgewinnung hinsichtlich des vorhandenen Know-hows bei den Mitarbeitern und Führungskräften. Daneben war es auch wichtig zu sehen, wie an laufenden Projekten gearbeitet wird und welche Wünsche die Einzelnen an die künftige Qualifizierung haben", erläutert Tanja Gröber. Die Inhalte der Interviews flossen in die konkrete Konzeption und Vorbereitung der geplanten Workshops ein. Die Führungskräfte benannten relevante und spannende Themen/Projekte 2007, die sozusagen "live" bearbeitet werden.

 

In den ersten Workshops, die aufgrund der Teilnehmerzahl von max. 12 Teilnehmer/innen sehr intensiv gestaltet werden konnten, ging es unter anderem darum einen Überblick über den Projektmanagement-Prozess zu gewinnen, bzw. diesen zu vertiefen. Ferner sollten die relevanten Instrumente der Projektarbeit und die unterschiedlichen Phasen dieser Arbeit kennen gelernt, aber auch angewandt werden. "Nach diesen Basisveranstaltungen haben die Teilnehmer die Möglichkeit über drei Monate alles neu Erlernte in ihrer Arbeits- und Projektpraxis einzusetzen, etwas, was von der Geschäftsführung und den Führungskräften der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausdrücklich gewünscht und gefördert wird", so Tanja Gröber.

 

In den folgenden Aufbau-Veranstaltungen sollen die Teilnehmer die Umsetzung des Projektmanagements reflektieren und gezielt spezielle Themen vertiefen. Tanja Gröber merkt an, dass "dieser Qualifizierungsaufbau zur kontinuierlichen Erweiterung der persönlichen und methodischen Kompetenzen der Einzelnen und der Gesamtorganisation beiträgt." Derzeit finden bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung die Basis-Workshops statt, die Aufbau-Veranstaltungen sind im weiteren Verlauf des Jahres vorgesehen.