Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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27. Juni 2014

„Sicher und souverän zwischen den Stühlen“ – die Führungskräfte in den KSBs/SSBs in Thüringen

Die Vereinsberater(innen) bzw. hauptamtlichen Geschäftsführer(innen) der KSBs und SSBs in Thüringen organisieren, koordinieren und steuern ihre kleinen Verbände in einem komplexen und sich wandelnden Umfeld. Dabei sind sie größtenteils in ihrer Region und ihrem Verband nicht nur als „Einzelkämpfer“ unterwegs, sie vereinen in ihrer Person auch die beiden gegensätzlichen Aufgaben der Vereinsberatung und der Geschäftsführung.

Zur Stärkung und Professionalisierung dieser Zielgruppe hat der Landessportbund Thüringen im Rahmen seines Leitbildprozesses und seiner strategischen Neuaufstellung ein Führungskräfteprogramm initiiert. Unter der Leitung von Heike Wichmann, der Referentin Bildung des LSB Thüringen, und in Zusammenarbeit mit der Führungs-Akademie beinhaltete das eineinhalbjährige Programm vier miteinander vernetzte Module: Die ersten beiden fokussierten die Organisation KSB/SSB, seine strategische Aufstellung und Geschäftsstellenkonzeption und das dritte und vierte Modul die eigene Person: Selbstmanagement-, Gesprächsführungs- und Beratungskompetenz der Führungskräfte.

Dabei zog sich als roter Faden die „Erstellung einer Funktionsbeschreibung“ durch das Programm. Zuerst erschien sie eher nebulös, wurde dann aber zunehmend konkreter und konnte anhand der Modulinhalte am Ende auch reflektiert werden.

Abschließend wurde die Funktionsbeschreibung mit dem Hauptgeschäftsführer des LSB Thüringen, Rolf Beilschmidt, diskutiert und erste Schritte zur Lösung der Position „zwischen den Stühlen“ herausgestellt. Besonders atmeten die Teilnehmer(innen) angesichts der offenen Wertschätzung ihrer schwierigen Situation im „Sandwich“ auf: „Ja, genau: Wir sind da vor Ort! Und da sind wir wichtig!“ so brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt.

Das eineinhalbjährig Programm resümierend stand - neben einem großen Dank an den LSB, Heike Wichmann und die Referent(inn)en der Führungs-Akademie - für die Teilnehmer(innen) fest: „Weiter machen! Jetzt haben wir uns hier gefunden und wollen an uns und unseren KSBs/SSBs weiterarbeiten.“

Gabriele Freytag, Direktorin der Führungs-Akademie, verdeutlicht die Bedeutung einer solchen Investition in die „Gliederung“ auf Kreis- bzw. Stadtebene: „Es ist bei Organisationsentwicklungsprozessen bzw. Neuausrichtungen in den Verbänden elementar, die weiteren Gliederungen - seien sie nun eigenständig oder Teil der Organisation - und deren Führungskräfte nicht nur einzubeziehen, sondern ein Professionalisierungs- bzw. Weiterentwicklungsangebot anzubieten. So können Ziele und Strategien in den Mitgliedsorganisationen spürbar werden und dort motivieren, in den Prozess einzusteigen. Mehr noch die KSB/SSB können diesen Rahmen für die eigene Weiterentwicklung der Organisation und Person nutzen!“