Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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Volker Monnerjahn, Gabriele Freytag, Astrid Markmann (v.li.)

22. Juni 2010

30. DJK-Bundestag: Offensiv in die Zukunft mit „Networking“

Unter dem Motto „DJK-SportFAIRband – offensiv in die Zukunft“ trafen sich rund 200 Delegierte aus ganz Deutschland zu ihrem Bundestag. Nur zwei Wochen nach den Feierlichkeiten zum 90-jährigen Verbandsjubiläum und dem 16. DJK-Bundessportfest in Krefeld mit 5.000 Teilnehmern steckte der katholische Sportverband nun die Ziele bis 2012 ab.

Besonderes Augenmerk gilt hier dem sogenannten „Networking“. Gabriele Freytag, die Direktorin der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), gab in ihrem Referat zum Thema „Networking im Verband“ wertvolle Tipps, wie sich ein Sportverband intern und extern optimal vernetzen kann.

In ihrem Vortrag ging es Gabriele Freytag zunächst darum, ein gemeinsames Verständnis von Netzwerkarbeit herzustellen. Jede Netzwerkarbeit geht mit dem Aufbau und der Pflege eines Beziehungsnetzwerkes einher – dem eigentlichen Networking. Dabei erweist es sich als hilfreich, nicht nur auf die bekannten engen Beziehungen zu setzen. Gerade über die eher lockeren Kontakte kommt über neue Informationen und eine geringere Redundanz frischer Wind in eine Organisation.

Aber nicht nur neues Wissen, sondern auch die Erschließung neuer Themen und Zielgruppen in strategischen Netzwerken, eine effektivere Kampagnenführung in Lobbynetzwerken oder eine effizientere Nutzung von Ressourcen in regionalen Netzwerken gehören zu den Potenzialen, die sich in den unterschiedlichen Ansätzen erschließen lassen.

Als die drei Säulen der Netzwerkarbeit bezeichnete die Direktorin der FA:
--- die persönlichen Kompetenzen, die jeder Akteur in die Zusammenarbeit einbringt,
--- institutionelle Rahmenbedingungen als Hintergrund für ein Gelingen der Kooperation (hierzu gehören bspw. flache Hierarchien) sowie
--- eine angemesse Kooperations- und Austauschkultur, die auf neue Arbeitsformen und Plattformen setzt.

Der DJK-Sportverband, der bereits im Web 2.0 erfolgreich kommuniziert (z.B. auf Facebook unter http://www.facebook.com/djksportverband?v=wall), erhofft sich durch „Networking“ nicht nur eine bessere Präsenz außerhalb des Verbandes, sondern erkennt hier auch eine Möglichkeit, die inhaltliche Arbeit der DJK durch neue Strukturen zu intensivieren.

Gabriele Freytag empfahl den Delegierten, Netzwerke gezielt zu nutzen und nicht nur auf personenbezogene soziale Netzwerke, sondern auch auf organisationsbezogene Netzwerke mit externen Partnern zu setzen. Für den Ausbau von Kontakten und die Beziehungspflege gilt es, attraktive Formen des Austausches zu gestalten. Hier hat der DJK-Sportverband bereits gezeigt, dass er als prädestinierter Netzwerkpartner agiert.