Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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04. Oktober 2005

Besondere Höhepunkte in 25 Jahren Führungs-Akademie

Nachdem wir Ihnen im August bereits einen historischen Überblick von 25 Jahren Führungs-Akademie geboten haben, möchten wir Ihnen nun mit einigen herausragenden Höhepunkten, Ereignissen und Anekdoten die Geschichte der Führungs-Akademie näher bringen.

 

Internationale Aktivitäten

In der langen Zeit ihres Bestehens war die Führungs-Akademie immer wieder international aktiv. Ein wichtiger Schwerpunkt war die Ausbildung ausländischer Sportinteressenten in Deutschland sowie die Schulung vor Ort in anderen Ländern.

 

Hier einige Beispiele:

  • In der Zeit von 1990 bis 1995 war die Führungs-Akademie mehrfach Gastgeber von Gruppen aus Taiwan, die hier an umfassenden Schulungen unter anderem im Marketingbereich teilnahmen. Die mehrwöchigen Kurse enthielten darüber hinaus eine Vielzahl von Exkursionen zu interessanten Plätzen in Deutschland.
  • Im Auftrag des Europarates schulten FA-Mitarbeiter Interessenten aus einigen osteuropäischen Ländern im Bereich des Marketings. Weiterer Schwerpunkt in diesen Seminaren waren Fans und Hooligans im Fußball.
  • Ebenfalls im Auftrag des Europarates reist Gabi Freytag 1997 in die russische Stadt Sotchi am Schwarzen Meer. Vor russischen Sportfunktionären und Kommunalvertretern wurden Fragen des Sportmarketings und moderner Sportstrukturen erörtert.
  • Auf Einladung des tunesischen Sportministers reisten Gabi Freytag und die ehemalige FA-Mitarbeiterin Simone Will wenig später nach Tunesien. Die beiden brachten vor Ort einer Anzahl von Vereinsmanagern moderne Ansichten über den internationalen Sport nahe.

Ausstellungen in den Räumen der Führungs-Akademie

Ob es sich um Olympia oder jüdische Sportler handelt, die Führungs-Akademie widmete sich einer Vielzahl unterschiedlicher Themen im Rahmen von Ausstellungen.

  • Knapp ein Jahr vor den Sommerspielen von Sydney widmete sich die Führungs-Akademie noch in den alten Räumen in Berlin Thema Olympia.
  • Im Jahr 2000 beschäftigte sich in Zusammenarbeit mit dem Haus der Wannsee-Konferenz eine große Ausstellung mit dem Komplex "Jüdische Sport-Geschichte". Eigens zu diesem Anlass kamen einige jüdische Veteranen aus den USA nach Berlin, um vor den Besuchern zu referieren.

Besondere Persönlichkeiten

Die Geschichte der Führungs-Akademie ist neben seinen Vorsitzenden und Direktoren mit vielen weiteren interessanten Persönlichkeiten verknüpft. Wir möchten an dieser Stelle auf drei besondere Momente hinweisen:

  • Willi Daume ist einer der bekanntesten Förderer des Sports nach dem zweiten Weltkrieg. Sein letzter öffentlicher Auftritt führte ihn vier Wochen vor seinem Tod am 20. Mai 1996 zu einer Veranstaltung der Führungs-Akademie. Im Beisein des heutigen IOC-Mitglieds Thomas Bach ließ er die Gäste an seinem vielfältigen Erfahrungsschatz aus der olympischen Geschichte teilhaben.
  • Beim Neujahrempfang der Akademie 1997 begeisterte der Schriftsteller Helmut Karasek die Gäste mit seinen sportlichen Aussagen.
  • Dr. Horst Seifart ist aus der Geschichte des Sport-Journalismus im deutschen Fernsehen nicht wegzudenken. Der am 2. Oktober 2004 verstorbene frühere NDR-Sportchef hat viele Entwicklungen auf den TV-Schirmen angeregt und begleitet. Schon früh hegte er einen Traum von einem Sender nur für Sport. Der Führungs-Akademie blieb Seifert viele Jahre lang als Seminarleiter für Medienfragen treu.

Seminar-Höhepunkte

Die Veranstaltungen der Führungs-Akademie können auch langes Stillschweigen brechen, wie im folgenden Beispiel deutlich wird.

  • Bei der Entstehung von Profi-Ligen in Deutschland machte Fußball den Anfang, mittlerweile haben viele andere Sportarten nachgezogen. Die Führungs-Akademie beschäftigte sich in einem großen Workshop mit dem Thema und gab sogar eine Akademieschrift dazu heraus. Bei der Veranstaltung sprachen erstmals nach langem Stillschweigen auch die Deutsche Eishockey-Liga und der Deutsche Eishockey-Bund wieder miteinander.
  • Impulse setzte auch das Seminar "Das Unternehmen Nationalmannschaft – eine Geldquelle für Verbände?!"
  • Die Rechte der Athleten waren ebenfalls Mittelpunkt von Seminaren. Die Spezialisten der FA arbeiteten sogar eine Muster-Athletenvereinbarung aus.

Die Führungs-Akademie als Karrieresprung für Praktikanten

Immer wieder unterstützen Praktikanten aus unterschiedlichen Bereichen die Arbeit der Führungs-Akademie. Viele von Ihnen machen inzwischen Karriere in wichtigen Institutionen des Deutschen Sports. Einige Beispiele lesen Sie hier:

  • Tilo Friedmann ist inzwischen als Leiter des EU-Büros des deutschen Sports in Brüssel tätig.
  • Horst Lichtner hat die Position des Marketingchefs beim Deutschen Fußball-Bund für die deutsche Nationalmannschaft.
  • Heike Ullrich ist als erste weibliche Abteilungsleiterin beim Deutschen Fußball-Bund für alle Belange des Frauen-Fußballs verantwortlich.
  • Karsten Kreis ist Geschäftsführer des Saarländischen Turnerbundes.

Anekdoten und Kurioses aus 25 Jahren Führungs-Akademie

Zu guter letzt wollen wir Ihnen noch eine kleine Kuriosität aus der Geschichte der Führungs-Akademie weiterreichen:

  • Im Jahr 2001 kam es zu einer ungewöhnlichen mehrstündigen Verspätung eines Seminars in den Berliner Räumen der Führungs-Akademie. Der Grund: Das Gelände rund um die Führungs-Akademie war weiträumig abgesperrt, weil der Entführer eines Linienbusses sich nach einem Bankraub in Berlin-Steglitz bei seiner Flucht dort aufhielt. Erst nachdem die Polizei den Mann überwältig hatte, konnte das Seminar beginnen.