Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes
27. April 2017

DOSB startet Qualifizierungsprogramm für OSP-Leiter/-innen

Im Zuge der Aktivitäten des DOSB zur Weiterqualifizierung des Leistungssportpersonals wurde die Führungs-Akademie damit beauftragt, für die OSP-Leiter/-innen den Qualifzierungsbedarf aufzudecken und ein geeignetes Personalentwicklungsprogramm aufzustellen.

„Aus Gründen effizienter Organisation werden häufig - nach dem ‚Gießkannenprinzip‘ - alle Mitglieder einer Zielgruppe in den gleichen Themen geschult, unabhängig von den individuellen Bildungsbedarfen. Oder es passiert genau anders herum:  Aufgrund fehlender Klarheit über die zielgruppenspezifischen Anforderungen werden die Mitglieder einer Zielgruppe ausschliesslich in individuellen Themen geschult. In der Gestaltung des Entwicklungsprogramms für die OSP-Leiter/-innen gingen wir daher ganz zielgruppenspezifisch vor und banden die Teilnehmenden von Anfang an in die Planungen mit ein“, so Florian Scheibe, Geschäftsfeldleiter Weiterbildung an der Führungs-Akademie und Verantwortlicher für das Qualifzierungsprogramm.

Demnach erfolgte die Ausgestaltung in mehreren Schritten. Zunächst wurde im letzten Jahr in mehreren Workshops unter maßgeblicher Beteiligung der OSP-Leiter/-innen ein detailliertes Anforderungsprofil für die Teilnehmenden erarbeitet. Dieses wurde anschließend in ein Feedbacktool eingespeist, das den OSP-Leiterinnen und –leitern zur Durchführung einer Selbsteinschätzung sowie für Fremdeinschätzungen durch Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzte und Kunden diente. Die Analyse dieses 360 Grad Feedbacks erfolgte dann im Rahmen von persönlichen Entwicklungsgesprächen im Frühjahr diesen Jahres, in denen ein individueller Qualifzierungsbedarf aufgezeigt und ein entsprechender Qualifzierungsplan erarbeitet wurde. In einem letzten Schritt sollen nun im Laufe des Jahres Qualifzierungsmaßnahmen für die gesamte Zielgruppe der OSP-Leiter/-innen sowie individuelle Qualifzierungen und Coachings stattfinden.

Die Resonanz auf dieses Vorgehen wurde als durchweg positiv wahrgenommen, zeigte es doch eine große Wertschätzung für die individuelle Weiterentwicklung der OSP-Leiter/-innen.