Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes
19. Dezember 2018

Abschlussevent des dsj Programms „ZI:EL+“: FA präsentiert Evaluationsergebnisse

Bereits seit 2016 begleitet die Führungs-Akademie das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) geförderte und von der Deutschen Sportjugend (dsj) als Dachorganisation koordinierte Programm ZI:EL+ („Zukunftsinvestition: Entwicklung jungen Engagements im Sport!“). 

Der Kerngedanke von ZI:EL+ ist die Förderung von Engagement für und mit jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zu den Strukturen des Sports. Im Rahmen dieser Zielsetzung führten Jugendorganisationen der Spitzenverbände, der Landessportbünde und der Verbände mit besonderen Aufgaben Modellprojekte und -maßnahmen in den Themenfeldern Integration, Inklusion, Fluchterfahrung und Bildungsbenachteiligung durch.

Ende dieses Jahres läuft das Programm aus und wird anschließend in eine Regelförderung übergehen. Vom 09. bis 11. November 2018 lud die dsj zum großen Abschlussevent ein. Auch die Führungs-Akademie war mit Dennis Baufeld und Florian Kaiser vertreten, die die vorläufigen Ergebnisse der Gesamtevaluation des Programms ZI:EL+ präsentierten. 

Neben der Durchführung der Gesamtevaluation und einer wissenschaftlichen Begleitung seit 2016 umfasste der Auftrag der FA zudem die Unterstützung der beteiligten Mitgliedsorganisationen im Bereich der Selbstevaluation. Workshops und Fortbildungen mit den Projektleiterinnen und Projektleitern sowie Anregungen und Rahmenbedingungen für die Durchführung von Selbstevaluationsvorhaben standen u. a. auf der Agenda. Ebenso erstellte die Führungs-Akademie die Handreichung „Arbeitshilfe zur Selbstevaluation von Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“, die beim Abschlussevent vorgestellt wurde und auf der ZI:EL+ Homepage eingesehen werden kann  (dsj Publikationen).

In drei Projektjahren (2016-2018) beteiligten sich pro Jahr durchschnittlich 37 Mitgliedsorganisationen der dsj an ZI:EL+, die insgesamt über 600 Maßnahmen durchführten. Dabei zeigte sich eine große Bandbreite an Maßnahmen, von Sportveranstaltungen und Mitmachaktionen über Qualifizierungsmaßnahmen wie Seminare, Workshops und Schulungen bis hin zur Erstellung von Publikationen.

Die Vielfalt an Maßnahmen, Mitgliedsorganisationen, Zielgruppen und Zielen führte zu einer sehr großen Heterogenität und Komplexität des Programms. Damit einher gingen hohe Anforderungen an die Evaluation des Gesamtprojektes, die im Wesentlichen aus quantitativen und qualitativen Online-Befragungen, Datenbankanalysen und Interviews bestand. Es wurden Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für gelungenes Engagement von jungen Menschen aus den Zielgruppen aufgezeigt und Empfehlungen für die weitere Arbeit in dem Themenfeld erarbeitet. Die Gesamtergebnisse der Evaluation werden nun im nächsten Schritt in einem ausführlichen Bericht dargestellt, interpretiert und den Projektverantwortlichen der dsj übergeben. 

Weitere Infos www.dsj.de/ziel