Forum der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

FACHTAGUNG: Aufgabe Ehrenamtsförderung: Perspektiven, Ansätze, Beispiele

Foto: Andrea Bowinkelmann

Am 13. November 2012 veranstaltete der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit der Führungs-Akademie und mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Fachtagung zum Thema "Aufgabe Ehrenamtsförderung: Perspektiven, Ansätze, Beispiele". Insgesamt 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den DOSB Mitgliedsorganisationen und weiteren Partnerorganisationen des dritten Sektors nahmen an der Veranstaltung im Maternushaus des Erzbistums in Köln teil.

 

In seiner Begrüßung betonte Walter Schneeloch, Vizepräsident des DOSB und Vorstandsvorsitzender der Führungs-Akademie, die außerordentliche Bedeutung der Ehrenamtsförderung für die Sportstrukturen. Ehrenamt und freiwilliges Engagement sei "die organisatorische Lebensversicherung" für Sportverbände und Sportvereine. "Dort wo sich der Verwaltung Spielräume eröffnen, muss über eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen nachgedacht werden, um ehrenamtliches Engagement nicht durch zu hohe Anforderungen oder bürokratischen Aufwand abzuschrecken", so der Sportfunktionär.

Im weiteren Verlauf der Tagung stand die Frage: "Wie gehen eigentlich andere Organisationen auf dem Gebiet der Ehrenamtsförderung vor und was kann der Sport davon lernen? Dazu wurde ein neues Rahmenmodell zum Freiwilligen-Management präsentiert, das die Führungs-Akademie im Rahmen des EU-Projekts "Training4volunteers" mit Partnern aus neun europäischen Ländern entwickelt hat. Projektleiter Dr. Dirk Steinbach verdeutlichte in seinem Hauptvortrag die zentralen Ergebnisse des Projekts und gab einen Ausblick über mögliche Fragestellungen für die Fachtagung.

Das entwickelte Rahmenmodell beschreibt den Lebenszyklus des freiwilligen Engagements anhand von vier Phasen, die jeder Ehrenamtliche in seiner Tätigkeit durchläuft. Der Zyklus beginnt beim anfänglichen Interesse (1), geht über den Einstieg (2) und die Entwicklung (3) des Tätigkeitsbereiches bis zur Verabschiedung (4) aus dem Amt. Aus den Phasen lassen sich die Bedürfnisse für jeden Freiwilligen ableiten und konkrete Aufgabenfelder beschreiben. Das Modell fasst insgesamt zehn zentrale Aufgaben zusammen, die für den Sportverein die Grundlage für eine aktive und zielgerichtete Engagementstrategie darstellen.

Für Prof. Dr. Sebastian Braun, der in einem zweiten Hauptvortrag den aktuellen Forschungsstand zum Thema verdeutlichte, bedeutet die Nutzung des Rahmenmodells, "die strategische Entscheidung zugunsten von Personal und Organisationsentwicklung, für die allerdings auch finanzielle Ressourcen aufgebracht werden müssen".

 

Zur Dokumentation der einzelnen Workshops

Poster: Förderung von ehrenamtlichem Engagement

Das Poster zur Ehrenamtsförderung in Vereinen und Verbänden ist ab sofort bei der Führungs-Akademie erhältlich! Bestellungen unter info(at)fuehrungs-akademie.de im 10er-Pack (1,-€ je Poster zzgl. Versandkostenpauschale von 7,-€).