Forum der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

Videobeitrag zur KÖLNER SPORTREDE 2014

Einen kurzen Einblick in die 7. KÖLNER SPORTREDE 2014 geben die Bildergalerie und nachfolgender Videobeitrag.  

Druckfrisch: Die Dokumentation zur 7. KÖLNER SPORTREDE

Die Dokumentation zur 7. KÖLNER SPORTREDE finden Sie als Broschüre hier zum DOWNLOAD.

 

 

Selbstkritisch, engagiert und zugleich getragen von Zuversicht: Alfons Hörmanns Kölner Sportrede zu den Perspektiven des organisierten Sports in Deutschland

© A. Bowinkelmann

Alfons Hörmann, der neue Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), machte mit der „Kölner Sportrede“ seinem Familiennamen alle Ehre. Im historischen Kölner Rathaus forderte Hörmann auf Einladung der Führungs-Akademie des DOSB rund 250 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und natürlich Sport zum genauen Zuhören heraus. 

Fast eine Stunde lang faszinierte er mit seinen zum Teil kritischen Erkenntnissen, die er in den ersten sechs Monaten seiner Präsidentschaft im deutschen Sportsystem gesammelt hat. Gleichzeitig deutete er aber auch Überlegungen bezüglich einer Zukunftsorientierung an, aus der unmissverständlich der in der Privatwirtschaft höchst erfolgreiche Unternehmer sprach. 

An der Bedeutung des organisierten Sports für die Gesamtgesellschaft, der im Wesentlichen auf Ehrenamtlichkeit und Gemeinnützigkeit basiert, ließ der DOSB-Präsident keinen Zweifel aufkommen. Gerne übernahm Hörmann eine Äußerung des vor drei Wochen verstorbenen ehemaligen DSB-Präsidenten Manfred von Richthofen, der die Sportvereine oft als die „soziale Tankstelle“ unserer Gesellschaft bezeichnete. Hörmann: „Auf keinen Fall darf die Politik den organisierten Sport mit seinen 1,85 Millionen Ehrenamtlichen im Vergleich zu kommerziellen Dienstleistern opfern.“ 

Aber Hörmann ging auch kritisch mit der momentanen Situation vieler Verbände und Vereine um: „Wie lange bewegen wir uns noch im geistigen und kommunikativen Kreisverkehr?“  Manche Probleme innerhalb der Sportorganisationen führt Hörmann auf mangelhafte Kommunikation zurück. Auch sei der Widerstand gegen Veränderungen nicht neu. Deutschland und seine Gesellschaft bewegten sich. So sieht Hörmann zum Beispiel die Ganztagsschule eher als Chance denn als Gefahr. Und wenn Menschen früher aus dem Berufsleben ausschieden, dann könnten sie doch anschließend auch im Sport noch ein für die Gesellschaft sinnvolles Betätigungsfeld finden. 

Schließlich forderte er viele Sportarten heraus, den 10- bis 14jährigen Heranwachsenden Orientierungshilfen in Sachen Sportzukunft und Leistungsorientierung zu bieten. Hörmann: „Die meisten Sportarten tun sich schwer. Nur der Fußball hat eine zukunftsweisende professionelle Struktur.“

Alfons Hörmann war auf Einladung der Führungs-Akademie in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln der 7. Kölner Sportredner seit 2006. Mit der Kölner Sportrede, so übereinstimmend Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und NRW-Staatssekretär für Sport, Bernd Neuendorf, in ihren Grußworten, würden Impulse für die sportpolitische Diskussion in Deutschland gesetzt. Hörmanns Kölner Sportrede fiel übrigens auf einen historischen Tag des deutschen Sports: Vor genau acht Jahren, am 20. Mai 2006, wurde nach der Vereinigung des Deutschen Sportbundes mit dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland der Deutsche Olympische Sportbund DOSB gegründet.

[Hanspeter Detmer]

 

 

 

7. KÖLNER SPORTREDE am achten Jahrestag der DOSB-Gründung

Alfons Hörmann, der neue Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), machte mit der „Kölner Sportrede“ seinem Familiennamen alle Ehre. Im historischen Kölner Rathaus forderte Hörmann auf Einladung der Führungs-Akademie des DOSB rund 250 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und natürlich Sport zum genauen Zuhören heraus. 

Fast eine Stunde lang faszinierte er mit seinen zum Teil kritischen Erkenntnissen, die er in den ersten sechs Monaten seiner Präsidentschaft im deutschen Sportsystem gesammelt hat. Gleichzeitig deutete er aber auch Überlegungen bezüglich einer Zukunftsorientierung an, aus der unmissverständlich der in der Privatwirtschaft höchst erfolgreiche Unternehmer sprach. 

An der Bedeutung des organisierten Sports für die Gesamtgesellschaft, der im Wesentlichen auf Ehrenamtlichkeit und Gemeinnützigkeit basiert, ließ der DOSB-Präsident keinen Zweifel aufkommen. Gerne übernahm Hörmann eine Äußerung des vor drei Wochen verstorbenen ehemaligen DSB-Präsidenten Manfred von Richthofen, der die Sportvereine oft als die „soziale Tankstelle“ unserer Gesellschaft bezeichnete. Hörmann: „Auf keinen Fall darf die Politik den organisierten Sport mit seinen 1,85 Millionen Ehrenamtlichen im Vergleich zu kommerziellen Dienstleistern opfern.“ 

Aber Hörmann ging auch kritisch mit der momentanen Situation vieler Verbände und Vereine um: „Wie lange bewegen wir uns noch im geistigen und kommunikativen Kreisverkehr?“  Manche Probleme innerhalb der Sportorganisationen führt Hörmann auf mangelhafte Kommunikation zurück. Auch sei der Widerstand gegen Veränderungen nicht neu. Deutschland und seine Gesellschaft bewegten sich. So sieht Hörmann zum Beispiel die Ganztagsschule eher als Chance denn als Gefahr. Und wenn Menschen früher aus dem Berufsleben ausschieden, dann könnten sie doch anschließend auch im Sport noch ein für die Gesellschaft sinnvolles Betätigungsfeld finden. 

Schließlich forderte er viele Sportarten heraus, den 10- bis 14jährigen Heranwachsenden Orientierungshilfen in Sachen Sportzukunft und Leistungsorientierung zu bieten. Hörmann: „Die meisten Sportarten tun sich schwer. Nur der Fußball hat eine zukunftsweisende professionelle Struktur.“

Alfons Hörmann war auf Einladung der Führungs-Akademie in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln der 7. Kölner Sportredner seit 2006. Mit der Kölner Sportrede, so übereinstimmend Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und NRW-Staatssekretär für Sport, Bernd Neuendorf, in ihren Grußworten, würden Impulse für die sportpolitische Diskussion in Deutschland gesetzt. Hörmanns Kölner Sportrede fiel übrigens auf einen historischen Tag des deutschen Sports: Vor genau acht Jahren, am 20. Mai 2006, wurde nach der Vereinigung des Deutschen Sportbundes mit dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland der Deutsche Olympische Sportbund DOSB gegründet.

[Hanspeter Detmer]

Begrüßung durch Staatssekretär Bernd Neuendorf

[...] Die Kölner Sportrede hat sich vortrefflich zu dem entwickelt, was sie gemäß ihrer guten Absichten werden sollte: ein Impulsgeber für die sportpolitische Diskussion. 

Und diese Diskussion ist reger, auch kontroverser als es Wolfgang Schäuble in der ersten Kölner Sportrede im Jahr 2006 zu prognostizieren wagte. Diese Diskussion ist auch angesichts der Herausforderungen notwendiger denn je.

Ich nenne nur einige Themen, die gegenwärtig zur Debatte stehen. Sie, Herr Hörmann, werden sich gewiss zu einigen Punkten positionieren.

Da ist die als Widerspruch wahrgenommene Tatsache, dass in einigen Spitzensportarten, insbesondere im Profifußball, Hunderte von Millionen Euro bewegt werden, während gleichzeitig die öffentliche Sportförderung sich mit weitaus weniger bescheiden muss, ja in manchen Kommunen sogar vor Kürzungen steht.

Dann ist die enorme Diskrepanz auffällig zwischen privaten Gewinnabschöpfungen aus dem Verkauf von Rechten an Sportveranstaltungen, die Vermarktung von Persönlichkeiten des Sports und der Sachstand, dass es immer noch der gemeinwohlorientierte Sport ist, der die Talente hervorbringt. Und der wird aus dem Ehrenamt und aus der öffentlichen Förderung von Kommunen und Land getragen. [MEHR]

 

Begrüßung des Vorstandsvorsitzenden der Führungs-Akademie, Walter Schneeloch

Alfons Hörmann [...] hat er seinen Familiennamen zum Programm gemacht: Er hört zu, er hört hin, er hört nach – das tut er bei Verbänden und Vereinen, bei Athletinnen und Athleten, bei Sportveranstaltungen vor Ort, und im Dialog mit politischen Gesprächspartnern. 

Nicht zu überhören ist in den ersten Monaten allerdings auch, welche Herausforderungen er mit der Aufgabe übernommen hat: Bürgerentscheide lehnen den erneuten Bewerbungswunsch für Olympische und Paralympische Winterspiele in München mit einem unerwartet klaren Nein ab, am Austragungsort Sotschi entzündet sich viel Kritik, und Bundesinnenminister Thomas de Maizière bemerkt im Interview: „Man kann ja auch fragen: Wie kommt der Steuerzahler dazu, den Spitzensport zu finanzieren?“

Es gibt aber auch Erfreuliches für den neuen Präsidenten, zum Beispiel aus den Sportvereinen: steigende Mitgliederzahlen, Zuwachs in unterschiedlichen Altersstufen - trotz der demographischen Entwicklung und entgegen den Trend, dass es immer weniger attraktiv ist, sich in Kirche, politischen Parteien oder anderen gesellschaftlichen Bereichen zu engagieren. [MEHR]

 

Weitere Informationen zur KÖLNER SPORTREDE 2014

Termin und Einladung

Die diesjährige KÖLNER SPORTREDE fand am 20. Mai 2014 um 16:00 Uhr im Historischen Rathaus zu Köln unter dem Leitthema "Was bewegt die Deutschen?" statt.

Die Teilnahme erfolgte auf persönliche Einladung. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie gerne auf Anfrage. 

Gerne steht Ihnen Toni Niewerth per E-Mail (niewerth(at)fuehrungs-akademie.de) oder telefonisch unter 0221/22127594 zur Verfügung.