Nachrichten der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

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17. Februar 2012

Startschuss für das EU-Projekt „Sport4GoodGovernance“ in Wien. Gute Verbandsführung – gesucht werden innovative Ansätze, um die Sportorganisationen in Europa zu stärken.

Das Wirken von Sportverbänden ist mit der zunehmenden Kommerzialisierung im Spitzensport in den letzten Jahren zunehmend in den öffentlichen Fokus gerückt, nicht nur auf internationaler Ebene. 2009 hat das Internationale Olympische Komitee „Basic Universal Principles for Good Governance“ entwickelt und für die Umsetzung in der Olympischen Bewegung empfohlen. Nur über einen hohen ethischen Verhaltenskodex und eine transparente Verbandsführung kann dauerhaft die Legitimität und Unabhängigkeit der Olympischen Bewegung gesichert werden.

Hier setzt das Projekt „Sport4GoodGovernance“, eingebracht vom EOC EU Office in Brüssel, an. Zielsetzung ist es, die weitere Implementierung dieser generellen Prinzipien für eine gute Verbandsführung voranzubringen. Dafür wird in der Analysephase zunächst einmal der Status Quo in den Verbänden in Europa ermittelt, bevor - über geeignete Kommunikationsmittel und Maßnahmen - weiter für das Thema sensibilisiert und qualifiziert werden soll. Ethische Standards sind dabei nur ein Aspekt einer guten Verbandsführung - Effizienz, Transparenz und Wirksamkeit hinsichtlich der Verbandsziele gehören zwingend mit dazu.
 
Das EOC EU Office koordiniert als Leadpartner die Zusammenarbeit mit den Vertretern aus 12 weiteren Projektpartnern von Nationalen Olympischen Komitees, Universitäten und weiteren Sportorganisationen.
Die Führungs-Akademie des DOSB, vertreten durch ihre Direktorin Gabriele Freytag, übernimmt federführend die Teilaufgabe, Materialien und Trainings für die Qualifizierung der Verbände zu entwickeln.
Informationen zum Projekt und weitere Entwicklungen können auf der Website http://www.s4gg.eu/verfolgt werden. [GF]