Forum der Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes

Begüßung der Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins der Führungs-Akademie, Walter Schneeloch

Foto: A. Bowinkelmann

Sehr geehrter Herr Dr. Zwanziger, lieber Theo,

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Roters,

sehr geehrter Herr Minister Dr. Wolf,

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

 

ich freue mich sehr, Sie zur vierten Kölner Sportrede wieder hier im historischen Rathaus von Köln begrüßen zu können. Für die großartige Unterstützung, dass die Kölner Sportrede nun zum vierten Mal stattfinden kann, möchte ich Ihnen, Herr Oberbürgermeister Roters, sehr herzlich danken. Schön, dass Sie die Tradition ihres Vorgängers, Fritz Schramma, fortsetzen. Seit der Premiere 2006 hat sich die Kölner Sportrede als bundesweit beachtetes Forum etabliert, das aktuelle Themen des Sports vor dem Hintergrund seiner gesellschaftlichen Verantwortung zur Diskussion stellt und Impulse für künftige Entwicklungen setzt.

Mein ganz besonderer Dank gilt unserem heutigen Redner, Herrn Dr. Theo Zwanziger. Ich freue mich sehr, dass wir Dich als Festredner für die 4. Kölner Sportrede gewinnen konnten – dass wir Dich vor dem Endspiel des Deutschen Fußball-Pokals der Frauen nach Köln holen konnten und vor allen Dingen, dass Du es noch vor der WM in Südafrika möglich gemacht hast. Ich bin – gemeinsam mit den vielen weiteren Zuhörerinnen und Zuhörern aus dem ganzen Bundesgebiet - sehr gespannt auf Deine Ausführungen.

Aus dem Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes begrüße ich auch sehr herzlich meinen Präsidiumskollegen Hans-Peter Krämer. Und ich begrüße sehr herzlich meine Vorstandskollegen der Führungs-Akademie.

Meine Damen und Herren,

Unter dem Titel  „Sport zwischen Kommerzialisierung und sozialem Engagement“ stellt sich die Kölner Sportrede in diesem Jahr der Herausforderung, das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und sozial-integrativen Erwartungen an den Sport auszuloten.

 

Wir sind überzeugt, dass Dr. Theo Zwanziger beide Anspruchshaltungen gegenüber dem Sport allein schon aus der Erfahrung des eigenen Werdegangs darzustellen vermag. Er kennt die Mechanismen des Sports, die Emotionen, die er weckt, die Tragweite von Siegen und Niederlagen. Und er lebt täglich mit den vielen unterschiedlichen Erwartungen, die an den Sport herangetragen werden, nicht nur von innen – als höchster Repräsentant des größten Einzelverbandes der Welt, der zugleich aber auch immer noch 2. Vorsitzender des VfL Altendiez ist ‑ sondern auch aus seiner außersportlichen beruflichen Perspektive als ehemaliger Steuerinspektor, Verwaltungsrichter, Landtagsabgeordneter und Regierungspräsident.

Die Bedeutung des Sports in Deutschland für die Entwicklung der Gesellschaft wie für die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen aus dem Blickwinkel zweier – von vielen als gegensätzlich empfundenen ‑ Begriffen zu beleuchten, bildet aus unserer Sicht eine hervorragende Möglichkeit, vielfältig miteinander vernetzte Problemlagen des organisierten Sports in Deutschland unter einer übergreifenden Perspektive zu beschreiben. Zu nennen sind hier zum einen die allseits anerkannten sozialen Leistungen des Sports und die große Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit zur Verbesserung des Lebensalltags und der Lebenschancen für einen Großteil der Bevölkerung, zum anderen aber auch die negativen Begleiterscheinungen einer zunehmenden Kommerzialisierung des Sports.

Gleichzeitig gilt aber auch das altbekannte Sprichwort: ‚ohne Moos nix los’ – soll heißen, ohne Kommerzialisierung – also ohne das Engagement privater Unternehmen, ohne Sport als bedeutsamer Wirtschaftsfaktor und ohne die exklusive Partnerschaft von multinationalen Unternehmen mit Sportverbänden ‑ wären weder der Spitzen- noch der Breitensport in der heute als selbstverständlich wahrgenommenen Ausprägung denkbar.

Auch wenn Kommerzialisierung und soziales Engagement von vielen als etwas Gegensätzliches wahrgenommen werden – so lassen sich doch auch gute Gründe anführen, die darauf hindeuten, dass der Einfluss ökonomischer Prinzipien im Sport durchaus Chancen bietet. Dies gilt nicht nur für den Sport selbst, sondern auch in Bezug auf seine gesellschaftlichen Wirkungen in Themenfeldern wie Integration, Bildung, Förderung sozial benachteiligter Menschen oder bürgerschaftliches Engagement.

Der Sport verbindet Wirtschaft, Staat und Gesellschaft und das tut er auf unterschiedliche Art und Weise. Gerade erst im Zusammenwirken der unterschiedlichen Säulen entfaltet der Sport seine Kraft. Würde sich eine der Säulen daraus verabschieden, würde der Sport seine Kraft verlieren. Würden die wirtschaftlichen Interessen alleine überwiegen, würde der Sport nicht mehr das sein, was er ist: Sport als Spiel, als Lebensfreude und Lebenserfahrung.

 

Meine Damen und Herren,

Die Kölner Sportrede wurde auch ins Leben gerufen, um die Verbundenheit der Führungs-Akademie mit ihrem Standort in NRW zu unterstreichen und das gewachsene Renommee der Sportstadt Köln um ein gesellschaftspolitisches Markenzeichen zu bereichern. 

Die Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes qualifiziert Führungskräfte zu Fragen des Managements und Themen der Sportentwicklung. Ein Gespür sowohl für die wirtschaftlichen Notwendigkeiten als auch für die sozialen Anliegen darf dabei nicht fehlen.

Dass Du, lieber Theo, die gesellschaftliche Verantwortung des Sports in ganz besonderer Weise zu ‚Deinem’ Thema gemacht hast, davon zeugen nicht nur die mit Deinem Namen verbundenen zahlreichen Initiativen zur Integration im und durch den Sport, sondern auch die Auszeichnungen, wie zuletzt den Leo-Baeck-Preis, die Du für dieses Engagement erhalten hast. Daher sind wir nun sehr gespannt auf Deine Ausführungen, wobei ich mir sicher bin, dass es Dir gelingt, ein gesellschaftspolitisches Markenzeichen zu setzen.

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und wünsche uns einen erkenntnisreichen Nachmittag.

(Köln, 28.4.2010)

Begüßung der Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins der Führungs-Akademie, Walter Schneeloch


Sehr geehrter Herr Dr. Zwanziger, lieber Theo,

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Roters,

sehr geehrter Herr Minister Dr. Wolf,

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

 

ich freue mich sehr, Sie zur vierten Kölner Sportrede wieder hier im historischen Rathaus von Köln begrüßen zu können. Für die großartige Unterstützung, dass die Kölner Sportrede nun zum vierten Mal stattfinden kann, möchte ich Ihnen, Herr Oberbürgermeister Roters, sehr herzlich danken. Schön, dass Sie die Tradition ihres Vorgängers, Fritz Schramma, fortsetzen. Seit der Premiere 2006 hat sich die Kölner Sportrede als bundesweit beachtetes Forum etabliert, das aktuelle Themen des Sports vor dem Hintergrund seiner gesellschaftlichen Verantwortung zur Diskussion stellt und Impulse für künftige Entwicklungen setzt.

Mein ganz besonderer Dank gilt unserem heutigen Redner, Herrn Dr. Theo Zwanziger. Ich freue mich sehr, dass wir Dich als Festredner für die 4. Kölner Sportrede gewinnen konnten – dass wir Dich vor dem Endspiel des Deutschen Fußball-Pokals der Frauen nach Köln holen konnten und vor allen Dingen, dass Du es noch vor der WM in Südafrika möglich gemacht hast. Ich bin – gemeinsam mit den vielen weiteren Zuhörerinnen und Zuhörern aus dem ganzen Bundesgebiet - sehr gespannt auf Deine Ausführungen.

Aus dem Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes begrüße ich auch sehr herzlich meinen Präsidiumskollegen Hans-Peter Krämer. Und ich begrüße sehr herzlich meine Vorstandskollegen der Führungs-Akademie.

Meine Damen und Herren,

Unter dem Titel  „Sport zwischen Kommerzialisierung und sozialem Engagement“ stellt sich die Kölner Sportrede in diesem Jahr der Herausforderung, das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und sozial-integrativen Erwartungen an den Sport auszuloten.

 

Wir sind überzeugt, dass Dr. Theo Zwanziger beide Anspruchshaltungen gegenüber dem Sport allein schon aus der Erfahrung des eigenen Werdegangs darzustellen vermag. Er kennt die Mechanismen des Sports, die Emotionen, die er weckt, die Tragweite von Siegen und Niederlagen. Und er lebt täglich mit den vielen unterschiedlichen Erwartungen, die an den Sport herangetragen werden, nicht nur von innen – als höchster Repräsentant des größten Einzelverbandes der Welt, der zugleich aber auch immer noch 2. Vorsitzender des VfL Altendiez ist ‑ sondern auch aus seiner außersportlichen beruflichen Perspektive als ehemaliger Steuerinspektor, Verwaltungsrichter, Landtagsabgeordneter und Regierungspräsident.

Die Bedeutung des Sports in Deutschland für die Entwicklung der Gesellschaft wie für die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen aus dem Blickwinkel zweier – von vielen als gegensätzlich empfundenen ‑ Begriffen zu beleuchten, bildet aus unserer Sicht eine hervorragende Möglichkeit, vielfältig miteinander vernetzte Problemlagen des organisierten Sports in Deutschland unter einer übergreifenden Perspektive zu beschreiben. Zu nennen sind hier zum einen die allseits anerkannten sozialen Leistungen des Sports und die große Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit zur Verbesserung des Lebensalltags und der Lebenschancen für einen Großteil der Bevölkerung, zum anderen aber auch die negativen Begleiterscheinungen einer zunehmenden Kommerzialisierung des Sports.

Gleichzeitig gilt aber auch das altbekannte Sprichwort: ‚ohne Moos nix los’ – soll heißen, ohne Kommerzialisierung – also ohne das Engagement privater Unternehmen, ohne Sport als bedeutsamer Wirtschaftsfaktor und ohne die exklusive Partnerschaft von multinationalen Unternehmen mit Sportverbänden ‑ wären weder der Spitzen- noch der Breitensport in der heute als selbstverständlich wahrgenommenen Ausprägung denkbar.

Auch wenn Kommerzialisierung und soziales Engagement von vielen als etwas Gegensätzliches wahrgenommen werden – so lassen sich doch auch gute Gründe anführen, die darauf hindeuten, dass der Einfluss ökonomischer Prinzipien im Sport durchaus Chancen bietet. Dies gilt nicht nur für den Sport selbst, sondern auch in Bezug auf seine gesellschaftlichen Wirkungen in Themenfeldern wie Integration, Bildung, Förderung sozial benachteiligter Menschen oder bürgerschaftliches Engagement.

Der Sport verbindet Wirtschaft, Staat und Gesellschaft und das tut er auf unterschiedliche Art und Weise. Gerade erst im Zusammenwirken der unterschiedlichen Säulen entfaltet der Sport seine Kraft. Würde sich eine der Säulen daraus verabschieden, würde der Sport seine Kraft verlieren. Würden die wirtschaftlichen Interessen alleine überwiegen, würde der Sport nicht mehr das sein, was er ist: Sport als Spiel, als Lebensfreude und Lebenserfahrung.

 

Meine Damen und Herren,

Die Kölner Sportrede wurde auch ins Leben gerufen, um die Verbundenheit der Führungs-Akademie mit ihrem Standort in NRW zu unterstreichen und das gewachsene Renommee der Sportstadt Köln um ein gesellschaftspolitisches Markenzeichen zu bereichern. 

Die Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes qualifiziert Führungskräfte zu Fragen des Managements und Themen der Sportentwicklung. Ein Gespür sowohl für die wirtschaftlichen Notwendigkeiten als auch für die sozialen Anliegen darf dabei nicht fehlen.

Dass Du, lieber Theo, die gesellschaftliche Verantwortung des Sports in ganz besonderer Weise zu ‚Deinem’ Thema gemacht hast, davon zeugen nicht nur die mit Deinem Namen verbundenen zahlreichen Initiativen zur Integration im und durch den Sport, sondern auch die Auszeichnungen, wie zuletzt den Leo-Baeck-Preis, die Du für dieses Engagement erhalten hast. Daher sind wir nun sehr gespannt auf Deine Ausführungen, wobei ich mir sicher bin, dass es Dir gelingt, ein gesellschaftspolitisches Markenzeichen zu setzen.

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und wünsche uns einen erkenntnisreichen Nachmittag.