Sport mit Courage: Haltung zeigen, rechtssicher handeln
Digitale Qualifizierungsreihe zum Umgang mit Fragen zur parteipolitischen Neutralität und vereins-/verbandsschädigendem Verhalten
Sportvereine und -verbände geraten zunehmend unter Druck: Anfragen zur Raumvermietung, Diskussionen um Positionierung, Mitglieder mit grenzwertigen Äußerungen — die Fragen häufen sich, die Unsicherheit auch. Dabei ist die Rechtslage oft klarer und ermutigender als viele annehmen: Der gemeinnützige, organisierte Sport ist zwar parteipolitisch neutral, aber nicht gesellschaftspolitisch neutral.
Diese neue Qualifizierungsreihe wurde gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend (dsj) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) entwickelt. Sie vermittelt genau dieses Wissen — praxisnah, rechtlich fundiert und mit direktem Bezug zur eigenen Verbandsarbeit. Seien Sie dabei – idealerweise als Tandem gemeinsam mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus Ihrem Verband – und stärken Sie die Handlungssicherheit und demokratische Kultur in Ihrem Verband.
Was erwartet Sie?
Vier digitale Module à drei Stunden, die aufeinander aufbauen:
Modul 1: Orientierung gewinnen & Haltung finden
Klare Kante zeigen, ohne aus der Kurve zu fliegen: Wir ordnen das gesellschaftspolitische Klima ein, zeigen, wo Ihr Verband mutig Position beziehen darf — und was Sie selbst als Ansprechperson leisten können und dürfen. Am Ende wissen Sie beides sicher, wenn Presse, Vorstand oder Mitglieder nachfragen.
Termin:
Donnerstag, 15.10.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Modul 2: Rechtssicher positionieren
Schwarz auf weiß statt Grauzone: Es geht um Neutralitätsgebote, Mitgliedschaft, Vermietungen und Einladungen — mit juristischer Vertiefung. Am Ende wissen Sie, wie Sie auf Fragen zu Mitgliedschaft, Positionierung, Raumvermietung oder Einladungen souverän und rechtssicher reagieren.
Termin:
Montag, 02.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Modul 3: Werte schützen, Verhalten sanktionieren
Werte in der Satzung, vereinsschädigendes Verhalten und rechtssichere Sanktionen — ebenfalls mit juristischer Vertiefung. Rote Linien ziehen, bevor es brenzlig wird: Am Ende wissen Sie, wie Sie Werte rechtssicher in der Satzung verankern und wie Sie reagieren, wenn ein Mitglied dagegen verstößt — bis hin zur Sanktionierung.
Termin:
Dienstag, 17.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Modul 4: Fallarbeit, Sonderfälle & Transfer
Eigene Praxisfälle, der Umgang mit rechtsextremen Organisationen sowie mit Amtsträger*innen vor Ort stehen im Mittelpunkt. Am Ende nehmen Sie konkrete Handlungsideen für mindestens einen echten Fall aus Ihrem eigenen Verband mit.
Termin:
Donnerstag, 26.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Referent*innen
Nina Reip, Referentin Demokratieförderung in dsj und DOSB
Prof. Dr. Martin Nolte, Institut für Sportrecht, Deutsche Sporthochschule Köln
Dr. Caroline Bechtel, Institut für Sportrecht, Deutsche Sporthochschule Köln
Ggf. weitere Referent*innen
Zielgruppen
Die Qualifizierungsreihe richtet sich an Verbandsvertreter*innen, die idealerweise bereits über Erfahrungen in ähnlichen Themenfeldern (Rechtsextremismusprävention, Integration, Inklusion, Vereinsmanagement mit Schwerpunkt Rechtsberatung, …) verfügen und die vermittelten Kompetenzen aktiv in die Weiterentwicklung des Verbandes einbringen bzw. an Vereine vermitteln möchten.
Die Verbandsvertreter*innen können hauptamtlich oder ehrenamtlich in der Verbandsarbeit tätig sein. Bei ehrenamtlich Tätigen sollte eine starke, langfristige Verbandsanbindung im Themenfeld (Demokratie, Rechtsextremismusprävention, Integration, Inklusion, Rechts-/Satzungsberatung, …) ersichtlich sein.
Angesprochen sind Vertreter*innen aus Erwachsenen- und Jugendverbandsstrukturen – bspw. auch Personen aus Juniorteams.
Kostenfrei
Die Teilnahme am Qualifizierungsangebot ist kostenfrei und wird vollständig über das Bundesprogramm gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport finanziert. Das Programm wird durch das Bundeskanzleramt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und in den Fördersäulen „Sportverbände“ und „Sportvereine“ von der Deutschen Sportjugend umgesetzt.
Tandem-Prinzip
Wissen, das auf zwei Schultern ruht, bleibt im Verband tragfähiger: Deshalb erfolgt die Anmeldung im Verbandstandem – zwei Personen aus demselben Verband, die gemeinsam teilnehmen. Sprechen Sie dazu gerne vorab mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus Ihrem Verband. Sollte kein Tandem möglich sein, halten wir auch ein begrenztes Kontingent für Einzelanmeldungen bereit.
Anmeldung
Bewerbungen sind möglich, bis die maximale Teilnehmendenzahl von 20 Personen erreicht ist, spätestens jedoch bis zum 30.09.2026.
Die Bewerbung erfolgt über ein kurzes Onlineformular, in dem wir Sie u. a. fragen, was Sie persönlich motiviert und was sich Ihr Verband von der Teilnahme erhofft — bestätigt durch eine Führungsperson Ihres Verbandes.
Wir prüfen eingehende Bewerbungen laufend und geben zeitnah Rückmeldung.

